World of Warcraft: Blizzard geht gegen Boosting-Communities vor
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In einem neuen Foren-Post erklärte der World of Warcraft-Community-Manager Kaivax, dass fortan sämtliche Boosting-Communities gegen die Richtlinien verstoßen. Blizzard fordert alle entsprechenden Organisationen auf, ihre Angebote einzustellen.
Wer auch nur ein paar Minuten den Handels-Chat in Blizzards MMORPG World of Warcraft verfolgt hat, sah sicherlich eine Flut an Nachrichten über etwaige "Boosts". Gilden, die beispielsweise den letzten Raid-Boss auf dem mythischen Schwierigkeitsgrad besiegt haben, verkaufen einen Kill an einzelne Spieler für eine nette Summe Gold. Auch wird oft der Abschluss eines Mythic+-Dungeons über dieselbe Methode verkauft.
Das ist an und für sich auch nicht verboten, solange es innerhalb des Spiels geschieht. So beteiligte sich auch der Blizzard-Boss Mike Ybarra an den sogenannten Sellruns und streamte das Ganze nebenbei.
Was sind Boosting-Communities?
Potentielle Käufer möchten natürlich Spieler finden, welche die gewünschte Leistung erbringen können, und potentielle Verkäufer brauchen Spieler, die sich einen Boost kaufen möchten. Aus diesem Prinzip des Angebots und Nachfrage entstanden die "Boosting Communities". Vor allem auf der Plattform Discord gibt es hier Gruppen an Nutzern, die Käufer mit Verkäufern in Verbindung bringen, und dann eine Provision hierfür einstecken. Hier spielt es keine Rolle, auf welchem Realm man sich befindet, da die Communities auf mehreren Servern aktiv sind.
Blizzard verbietet Boosting-Communities
Genau gegen diese Boosting-Communites möchte Blizzard nun vorgehen. Wie Community-Manager Kaivax am 31. Januar im offiziellen Forum schrieb, verstoßen solche Communities nun gegen die Geschäftsbedingungen der Blizzard-Endnutzerlizenzvereinbarung:
"Ab heute verbieten wir Organisationen, die Boosts, Spielerzuweisung, Treuhandservices und andere nicht-traditionelle Dienste anbieten, einschließlich solcher Dienste, die für Gold angeboten werden. Gegen World of Warcraft-Accounts, bei denen Verstöße gegen diese Bestimmungen festgestellt werden, werden Strafen verhängt. Zu diesen Strafen zählen Verwarnungen, zeitlich begrenzte Sperren und, falls nötig, permanente Schließung aller störenden World of Warcraft-Accounts. Organisationen, die auf mehreren Realms tätig sind, und übermäßige Werbung für nicht-traditionelle Spieldienste verstoßen gegen die Geschäftsbedingungen der Blizzard-Endnutzerlizenzvereinbarung."
Sind Einzelspieler vom Verbot betroffen?
Der Community-Manager betont, dass diese neuen Richtlinien nicht individuelle Spieler oder Gilden einschränkt, die beispielsweise den Handels-Chat nutzen, um auf ihrem Server Aktivitäten gegen Spielwährung anzubieten.
Das Update der Richtlinien kam nur kurz vor der Ankündigung, dass die beiden Fraktionen Allianz und Horde in Zukunft gemeinsam Aktivitäten wie Raids bestreiten können. Boosting-Communities sind vielen WoW-Spielern schon lange ein Dorn im Auge, und auch das gemeinsame Spielen mit der "verfeindeten" Fraktion ist ein oft gewünschtes Feature. Viele Spieler freuen sich daher über die letzten Ankündigungen von Blizzard und hoffen auf eine gute Zukunft für das altbekannte MMORPG.
