Wolfenburg muss von den deutsch-russischen Truppen befreit werden.
Stellen Sie sich Folgendes vor: Der Erste Weltkrieg hat zwar historisch korrekt 1914 begonnen, aber 1918 nicht aufgehört. Ganz im Gegenteil, der Konflikt dauert mittlerweile bereits 50 Jahre an und hat sich über die ganze Welt ausgebreitet. Die beiden Hauptmächte, die sich im Jahre 1964 immer noch bekriegen, sind die deutsch-russische Koalition und eine westliche Allianz. Sie kämpfen als tapferer Kriegsheld James Anderson auf der Seite des Westens an einer Frontlinie, die Deutschland in zwei Hälften teilt. In typischer Ego-Shooter-Manier kämpfen Sie sich durch Schützengräben, heben MG-Nester aus, befrieden deutsche Städte und zerstören gut gesicherte Bunker. Dafür steht Ihnen eine Vielzahl verschieden starker Waffen zur Verfügung, die man zum größten Teil schon aus anderen, vergleichbaren Spielen kennt: Granaten, Flammenwerfer, MG, Sniper Rifle, Sturmgewehr und Co. sorgen dafür, dass Sie selbst mit den anstürmenden Gegnermassen leicht fertig werden. Grafisch ist der von Rebellion - bekannt durch Judge Dread: Dread vs. Death - entwickelte, äußerst geradlinige Shooter zwar keine absolute Offenbarung, bietet aber ordentliche Effekte und Animationen. Wenn jedoch viel auf dem Bildschirm los ist, leidet nicht selten die Darstellung darunter - von flüssig kann dann keine Rede mehr sein. World War Zero punktet aber definitiv bei der Präsentation. Die Schlachtfeldatmosphäre zu Beginn des Spiels mit Maschinengewehrfeuer von allen Seiten und ununterbrochenen Granateneinschlägen, verbunden mit Dual-Shock-Erschütterungen und einem verwackelten Bild, verfehlt ihre Wirkung nicht. Bedauerlicherweise schafft es der Titel im weiteren Spielverlauf nicht mehr, genauso zu begeistern wie zu Beginn, und verflacht inhaltlich wie spielerisch zusehends.
Bildergalerie: World War Zero
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