Way of the Samurai

Test Uwe Hönig

Stellenweise hat das Spiel auch sehr hübsche Hintergründe zu bieten. Stellenweise hat das Spiel auch sehr hübsche Hintergründe zu bieten. Wir schreiben das Jahr 1878: Das seit Jahrhunderten von anderen Kulturen isolierte Japan befindet sich mitten in der Meiji-Restauration. Die Menschen aus dem Westen haben den Inselstaat erreicht und erschüttern die japanischen Traditionen in ihren Grundfesten. In dieser Zeit, in der die stolzen Samurai von einst nur noch Schatten ihrer ruhmreichen Vergangenheit sind, übernehmen Sie die Rolle eines dieser furchtlosen Krieger. Auf der Suche nach Aufträgen durchstreifen Sie weitläufige 3D-Areale und geraten dabei zwischen die Fronten verfeindeter Clans. Die Besonderheit am Spiel ist das so genannte Multipath-System, was so viel bedeutet, dass sämtliche Entscheidungen und Aktionen Ihrerseits sich direkt auf den Verlauf des Spiels auswirken. Zu diesem Zweck bietet Way of the Samurai ellenlange Dialoge, an deren Ende Sie jeweils Entscheidungen treffen dürfen, die das weitere Geschehen beeinflussen. So können Sie selbst bestimmen, ob Sie als Menschenfreund die Dorfbewohner beschützen, als knallharter Söldner über Leichen gehen, oder sich auf die Seite eines Clans schlagen. Unabhängig von Ihrer Einstellung werden Sie früher oder später auf kampfbereite Gegner stoßen, die keine Sekunde zögern, den blanken Stahl einzusetzen. Per Knopfdruck ziehen Sie dann Ihrerseits das Katana und zeigen den feindlichen Schwertträgern, was eine Harke ist.
KEINE GNADE!
Die durchdachte Steuerung erlaubt den Einsatz einer Reihe von Kampftechniken, sowie Block- oder Ablenkungs-Manövern. Leider stößt der virtuelle Kameramann bei den Auseinandersetzungen öfters an seine Grenzen und rückt die Streithähne nicht ins rechte Licht. Dennoch machen die Kämpfe eine Menge Spaß, was nicht zuletzt an der Auswahl von über 50 Schwertern liegt. Diese dürfen Sie beim örtlichen Schmied gegen ein gewisses Entgelt schärfen oder verstärken lassen. Die nötigen Yen finden Sie entweder auf den Streifzügen, oder nehmen sie Ihren Kontrahenten ab. Wer nach blut- und schweißtreibenden Konfrontationen nur noch wenig Lebensenergie übrig hat, sollte schleunigst nach Essbarem Ausschau halten, um beim nächsten Kampf nicht mit einer fast leeren Health-Leiste dazustehen. Insgesamt ist Way of the Samurai gelungen, auch wenn die Optik gerade durch Flimmereinlagen und Ruckelanfälle von ihrem Glanz verliert. Immerhin sorgen die fernöstlich angehauchte Musikuntermahlung und passende Soundeffekte für eine tolle Atmosphäre. Allerdings nerven manche Dialoge, die sich auch nicht abbrechen lassen, da Sie zum Schluss meistens eine Entscheidung treffen müssen. Dennoch sollten Katana-Fans unbedingt einen Blick riskieren!

Bildergalerie

Wertung zu Way of the Samurai (PS2)

Wertung:

76 /10

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