Warhammer 40K: Space Marine im Test für PS3 und Xbox 360 - Das Gameplay und die Technik

Test Sascha Lohmüller

Tolle, packende Warhammer-Atmosphäre, hübsch inszenierte Nahkämpfe, aber grafisch etwas angestaubt: In unserem Test zu Warhammer 40K: Space Marine lest ihr, was uns am neuen Actionspiel gefallen hat - und was weniger.

Alter, bin ich wütend!
Für brenzlige Situationen besitzt ihr noch euren sogenannten Fury Meter. Dahinter verbirgt sich eine schlichte Wutleiste, die ihr, sobald sie durch genug verursachten Schaden gefüllt ist, per Knopfdruck aktiviert. Dann heilt ihr euch, verursacht mehr Schaden und schießt per Zeitlupenfunktion reihenweise Gegner über den Haufen. Entsprechend selten lässt sich dieser doch arg starke Modus anfangs nutzen. Im späteren Verlauf füllt sich der Fury Meter jedoch durch diverse Upgrades schon nach einer Handvoll besiegter Gegner und ist somit quasi daueraktiv. Dummerweise sind einige Bosskämpfe dann auch genau darauf ausgelegt, im Dauer-Fury-Modus herumzulaufen.

Dies nimmt der Wutleiste seine Daseinsberechtigung als eine Art Notfallknopf und macht sie zu einem zentralen Spielelement - etwas ungeschickt gelöst, wie wir finden. Und wo wir gerade von Upgrades reden: Diese findet ihr in regelmäßigen Abständen zusammen mit neuen Waffen in einer Art abgestürzter Versorgungskapseln. Allerdings lässt sich nicht alles wild upgraden, sondern nur die Rüstung eures Charakters, der Fury Meter sowie eure beiden Standardwaffen Boltpistole und Bolter. Zudem ist fest vorgegeben, welche Upgrades ihr wann und wo findet. So ist zwar noch ein gewisses Gefühl des Vorankommens vorhanden, Entscheidungsfreiheit oder Innovationen sucht ihr aber vergebens - zumal auch das Gameplay an sich im Verlauf der Kampagne mit keinerlei Überraschungen daherkommt.

License to thrill
Weitere Screenshots aus unserem Test zu Warhammer: Space Marine. Quelle: Videogameszone Weitere Screenshots aus unserem Test zu Warhammer: Space Marine. Spielerisch (wie auch grafisch) ist Space Marine also recht altbacken und hat hier und da seine Schwächen. Dennoch hatten wir eine Menge Spaß mit Relics erstem Konsolen- und Actionspiel. Das liegt an der großartig umgesetzten Atmosphäre. Die Story bietet zwar keine God of War'schen Bombast-Höhepunkte, aber genug Anspielungen aufs Warhammer-Universum, dass sie von vorne bis hinten fesselt. Gerade Kleinigkeiten wie versteckte Audiobänder, ständig eingeblendete Funksprüche und vor euch salutierende Soldaten sorgen für ein tolles Warhammer-Feeling. Man fühlt sich nicht wie ein 08/15-Actionheld, sondern tatsächlich wie ein angesehener Ultramarine, der über jede Menge Befehlsgewalt verfügt. Zudem bietet euch das Spiel immer mal wieder Verschnaufpausen, in denen ihr nur durch Gänge lauft, Funksprüchen lauscht und die Atmosphäre genießt. Und genau dieser Mix aus Action und dichter Atmosphäre ist es dann auch, der Space Marine über den Genredurchschnitt hebt.

Bildergalerie

Wertung zu Warhammer 40.000: Space Marine (X360)

Wertung:

82 /10
Pro & Contra
Tolle, packende Warhammer-AtmosphäreHübsch inszenierte NahkämpfeGute Sprecher, atmosphärische Musik
Design-Schwächen (Fury Meter, Munition)Spielprinzip nutzt sich nach einer Weile abGrafisch etwas angestaubt
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