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Februs und Augments: Der DLC schraubt an euren Builds

Februs ist mehr als nur der nächste Techpriester an Bord. Zusammen mit dem neuen Augmentationssystem bringt er eine Mechanik ins Spiel, die Builds riskanter, flexibler und deutlich spannender macht.
Tanja Barth
Quelle: Owlcat Games

Mit The Infinite Museion kommt auch ein neuer Begleiter an Bord. Eogunn Februs ist ein Techpriester Manipulus, genauer gesagt Genetor Extremis des Adeptus Mechanicus. Er ist genau die Sorte Figur, die man in Rogue Trader erwartet: halb Gelehrter, halb Wahnsinniger, mit sehr viel Metall am Körper und einem ziemlich fragwürdigen Interesse an Xenos-Technologie.

Begleitet wird er von seinem Servo Schädel Nuncius, mit dem er offenbar spricht, als wäre dieser eine normale Person. Das passt wunderbar in den Ton des Spiels.

Bei der Ankündigung von The Infinite Museion waren einige Spieler zunächst enttäuscht, dass sich ausgerechnet noch ein Techpriester der Crew anschließt. Immerhin haben wir mit Pasqal bereits einen starken Mechanicus-Charakter an Bord. Viele hatten stattdessen auf einen Begleiter aus den Reihen des Death Korps of Krieg gehofft, das im DLC tatsächlich als Exponat auftaucht.

An dieser Stelle sei aber gesagt: Februs bringt als Begleiter genug eigenen Charakter mit, um nicht einfach wie ein zweiter Pasqal zu wirken. Während Pasqals Geschichte stärker in die philosophische und spirituelle Seite des Mechanicus führt, wirkt Februs eher wie ein futuristischer Dr. Frankenstein. Er ist fasziniert von allem, was sich am menschlichen Körper verbessern, ersetzen oder zweckentfremden lässt. Genau dadurch bekommt er seinen eigenen Witz und eine andere Dynamik innerhalb der Gruppe.

Noch wichtiger ist aber, dass Februs eng mit dem neuen Augmentationssystem verbunden ist.

Im Kampf ist Februs als Offizier kein klassischer Frontkämpfer, sondern eher der Mann für die schmutzige Support-Arbeit. Er stärkt Verbündete, verteilt Schilde und verschafft der Gruppe genau die taktischen Vorteile, die in brenzligen Situationen den Unterschied machen können. Quelle: Owlcat Games Im Kampf ist Februs als Offizier kein klassischer Frontkämpfer, sondern eher der Mann für die schmutzige Support-Arbeit. Er stärkt Verbündete, verteilt Schilde und verschafft der Gruppe genau die taktischen Vorteile, die in brenzligen Situationen den Unterschied machen können.

Das Augmentationssystem: Mehr Macht, mehr Risiko

Die größte spielerische Neuerung des DLCs ist das neue Augmentationssystem. Auf dem Schiff wird dafür der neue Bereich Sector Bionica freigeschaltet. Dort können Crewmitglieder mit bionischen und cybernetischen Verbesserungen ausgestattet werden.

Das klingt erst einmal nach klassischem Power-Upgrade, ist aber deutlich interessanter. Augments bringen starke Vorteile, aber auch Nachteile. Wer sich einen Arm durch ein mechanisches Implantat ersetzen lässt, bekommt den alten Arm übrigens nicht einfach wieder zurück. Implantate können zwar später durch bessere Varianten ersetzt werden, aber die Entscheidung für die Augmentation bleibt dauerhaft bestehen.

Dazu kommt, dass Implantate auch Fehlfunktionen haben können. Erleidet euer Held ein Trauma, kann der positive Effekt eines Augments ausfallen, während der Nachteil weiter bestehen bleibt. Aus einem starken Upgrade wird dann plötzlich ein echtes Problem. Genau das macht das System spannender als normale Ausrüstung, weil man nicht nur auf Boni schielt, sondern viel genauer überlegen muss, welche Risiken man beim eigenen Build bereit ist einzugehen.

Die Implantate sind ziemlich cool, aber sie sind kein System, das man vollkommen gedankenlos ausreizen sollte. Wer bei jedem Augment nur auf den Bonus schielt und dann auch noch wenig Glück beim Loot hat, kann sich buchstäblich in eine spielerische Sackgasse 'verbessern'. Quelle: Owlcat Games Die Implantate sind ziemlich cool, aber sie sind kein System, das man vollkommen gedankenlos ausreizen sollte. Wer bei jedem Augment nur auf den Bonus schielt und dann auch noch wenig Glück beim Loot hat, kann sich buchstäblich in eine spielerische Sackgasse "verbessern". Die Möglichkeiten, die sich durch die Augments eröffnen, sind allerdings wirklich stark. Ein mechanischer Arm kann Gegner im Stil von Scorpion aus Mortal Kombat heranziehen und bei passender Bewaffnung direkt einen Nahkampfangriff auslösen. Derselbe Arm lässt sich aber auch defensiv nutzen, um Verbündete aus der Gefahrenzone zu ziehen. Bein-Augments ermöglichen Sprünge, mit denen man sich mitten ins Getümmel stürzt oder aus brenzligen Situationen entkommt.

Im Großen und Ganzen macht es richtig Spaß, mit den Implantaten herumzuexperimentieren. Solch eine Mechanik bringt wieder Bewegung in die Charakterplanung. Schließlich geht es nicht nur um höhere Werte, sondern auch um neue taktische Möglichkeiten.

An dieser Stelle muss man aber auch sagen: Es ist schon ziemlich schade, dass Rogue Trader keine Skitarii-Herkunft bekommen hat. Gerade mit dem neuen Fokus auf Augmentationen hätte das thematisch perfekt gepasst. Und wir sind damit nicht allein. Viele Spieler da draußen hätten sich genau so eine Hintergrundstory für den eigenen Lord Captain gewünscht.

Mehr als nur ein Museum

The Infinite Museion besteht nicht nur aus Trazyns Sammlung. Der DLC bringt auch neue Gebiete in die Koronus-Weite. Dazu gehört der verlorene Von-Valancius-Planet Zarov, auf dem imperiale Gardisten langsam den Verstand verlieren. Außerdem führt euch die Erweiterung in einen internen Konflikt des Adeptus Mechanicus und in ein verstecktes Labor auf einer fernen Eiswelt, das eine deutlich unheimlichere Stimmung anschlägt.

Für Chaos-Fans wird Uralon der Grausame als Begleiter deutlich spannender. Der Word Bearer wurde überarbeitet und bringt nun mehr Durchschlagskraft, neue Optionen und stärkere Dämonen mit. Quelle: Owlcat Games Für Chaos-Fans wird Uralon der Grausame als Begleiter deutlich spannender. Der Word Bearer wurde überarbeitet und bringt nun mehr Durchschlagskraft, neue Optionen und stärkere Dämonen mit. Auch für Spieler, die dem Chaos verfallen sind, gibt es gute Nachrichten. Uralon der Grausame wurde als Begleiter überarbeitet und soll neue Mechaniken, bessere Werte, neue Fähigkeiten und stärkere Dämonen mitbringen. Wer also ohnehin einen neuen Spieldurchlauf als Häretiker plant, bekommt mit The Infinite Museion noch einen zusätzlichen Anreiz. Das klingt alles fantastisch, doch auf der nächsten Seite kommen wir zu unserer ursprünglichen Frage zurück.

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