BILD: PLAYZONE
Allerdings werden Sie feststellen, dass die Spieler im Vergleich zum Vorgänger schneller nach einem Ball hechten und auf dem Boden liegend wertvolle Sekunden verstreichen lassen. Dass die Proportionen der Spieler im Verhältnis zum Platz wesentlich realistischer erscheinen, könnte der Grund für die häufigen Bauchplatscher sein. Nichtsdestotrotz erleidet das spaßige Multiplayer-Vergnügen dadurch einen Dämpfer, auch wenn Sie nun endlich 5-Satz-Matches gegen einen Kumpel spielen können. Einige der Minispiele stehen ebenfalls für einen Wettstreit unter Freunden zur Verfügung - belanglos, aber lustig.
Bei der Unterstützung der Bewegungssensoren merkt man allerdings, dass die Entwickler das Feature ins Spiel integriert haben, ohne sich darüber Gedanken gemacht zu haben, ob es einen positiven Nutzen hat. Da es bei einem Tennisspiel sehr auf Reaktionsschnelligkeit und Präzision ankommt, wird dieses alternative Steuerschema zu keinem Zeitpunkt den Ansprüchen gerecht, die an die Steuerung in einem Tennisspiel gestellt werden.
Auf technischer Seite haben sich die Entwickler ganz eindeutig auf das Wesentliche konzentriert: die Stars auf dem Platz. Die Figuren wurden ordentlich modelliert und sehen ihren realen Vorbildern mal mehr, mal weniger ähnlich. Gutes Aussehen - auch bei 1080p - ist aber nur die halbe Miete. Manche Animationsphasen der virtuellen Tennisstars wurden nicht flüssig miteinander verknüpft, sodass ein unschönes Stocken beim Übergang zweier Bewegungsabläufe zu sehen ist. Was die Hintergrundmusik angeht, wäre ich für die Einführung einer Variante der "Goldenen Himbeere" - einfach schrecklich.
