Die Bosse sind besonders knackig. Mit voller VFX-Power ist aber auch einem Gegner wie diesem hier beizukommen.
Innovativen Spielen ist leider nicht immer gro--ßer kommerzieller Erfolg vergönnt. Als vor etwa zwei Jahren Viewtiful Joe das Licht der Videospielwelt auf dem GameCube erblickte, jubelte die Fachpresse ob der revolutionären Konzeption und Präsentation. Leider blieben die Verkäufe weit hinter Capcoms Erwartungen, sodass man kurzerhand den Exklusiv-Deal mit Nintendo kippte und auch Sonys Wunderkiste mit Filmfan Joe beglückte. Folglich wurde dem Spiel doch noch die Aufmerksamkeit zuteil, die es verdient hatte. Und nun steht bereits die Fortsetzung von Joes Abenteuern ins Haus.
Oscars wurden gestohlen
Nachdem Joe die entführteSilvia im ersten Teil retten konnte, geht es für ihn ohne Umschweife weiter im Abenteuer. Bei ihrer Ehre gepackt, sieht sich Silvia in neuem Outfit verpflichtet, Joe bei seinem kommenden Abenteuer zur Seite zu stehen. Der Schwarze Imperator hat sich erdreistet, alle sieben Regenbogen-Oscars zu stehlen. Joe und Silvia setzen nun alles daran, die Oscars wieder ihren rechtmäßigen Besitzern zukommen zu lassen.
Wenige Neuerungen
Beim Konzept des zweiten Teils setzt Capcom hauptsächlich auf Bewährtes. Der Stil wurde 1:1 übernommen, das Spielkonzept ebenfalls: Joe verprügelt Gegnermassen in 2D-Levels und nutzt seine VFX-Kräfte, Zeitlupe oder Zeitraffer, möglichst vorteilhaft in seinen Kämpfen gegen die Bösewichter und vor allem gegen Zwischen- und Endgegner. Neuerungen findet der Fan vor allem durch den Einsatz von Silvia. Ihre Kicks sind genauso geschickt ausgeführt wie die von Joe, allerdings hat sie die Macht der Faust gegen die Macht einer Pistole eingetauscht. Sie vollführt ihre Aktionen nicht minder stylisch als Filmfreak Joe und ist zusätzlich mit einem Replay-VFX gesegnet, mit der sie eine Aktion dreimal ausführen kann.
Kopfnüsse
Dass das ein oder andere Rätsel auf dem Weg zum Ziel zu knacken ist, lockert den Spielablauf ein wenig auf, auch wenn das Spieltempo bei allzu harten Aufgaben etwas in die Knie geht. Zudem muss reger Gebrauch von beiden Charakteren gemacht werden, um sicher alle kämpferischen Herausforderungen und Kopfnüsse zu meistern. So kämpfen sich die beiden durch allerlei verschiedene Settings, die deutlich von berühmten Vorbildern wie Indiana Jones oder Jurassic Park inspiriert wurden. Wie beim Vorgänger gönnte man der deutschen Version lediglich Untertitel, damit der Witz der englischen Sprachfassung erhalten bleibt. Leider behielt man den spielerfreundlichen Preis von 30 Euro nicht bei, sodass man für eine leicht aufgemotzte Fortsetzung jetzt den Vollpreis von 60 Euro zahlen muss.
