Uncharted: Drakes Schicksal

Test

ERFOLG IST MESSBAR
Uncharted: Drakes Schicksal In Anlehnung an die Xbox-360-typischen Achievements haben die Entwickler eine ganze Reihe von möglichen Erfolgen festgelegt, deren Erreichen mit Punkten belohnt wird. Sei es das fünfmalige korrekte Ausführen einer Brachial-Kombo oder mehrere Kopfschüsse in Folge. Teilweise sind diese Bonus-Aufgaben im Erfolge-Menü einsehbar, teilweise sind sie geheim, bis Sie das Ziel unbewusst erreicht haben. Die Anzahl der so erspielten Erfolgspunkte wiederum schaltet Bonusfeatures wie Bildergallerien, Making-of-Videos oder zusätzliche Optionen (etwa für Nathans Outfit) frei. Obwohl Uncharted mit ungefähr zehn Spielstunden schon einen anständigen Umfang bietet, ist dies eine willkommene zusätzliche Herausforderung für alle, die die Endsequenz schon gesehen haben. Zusätzlich haben die Entwickler im gesamten Spiel allerlei kleine Schätze versteckt, die zum Beenden des Spiels nicht nötig sind, aber den Sammlertrieb wecken. Besser kann man die Dauermotivation bei einem streng linearen Spiel ohne Multiplayer-Modus kaum strecken.

GENIAL PRÄSENTIERT
Uncharted: Drakes Schicksal Der Aufwand, der in so ziemlich jeder Hinsicht für Uncharted betrieben wurde, ist enorm. Sei es der großartige orchestrale Soundtrack, die superprofessionelle Synchronisation (auch in der ungekürzten deutschen Fassung absolut vorbildlich!) oder die Animationen. Für die Naughty Dog hat extra ein neues Animationssystem entwickelt, das für fließende Kombinationen von, bzw. Übergänge zwischen ganz unterschiedlichen Bewegungen sorgt und eine fast immer überzeugende Interaktion Nathans mit der Umgebung ermöglicht - auch wenn Assassin's Creed in letzterer Hinsicht klar die Nase vorn hat. Was Grafikeffekte (Wasser, glitzernde Oberflächen, Echtzeit-Beleuchtung und -Schattenwurf) angeht, haben die Entwickler wirklich alle Register gezogen, zumal ihre Detailversessenheit dafür sorgt, dass Nathans Kleidung zum Beispiel nach kurzen Schwimmeinlagen richtig durchnässt wirkt und stets korrekt Falten wirft. Die größte Stärke des Spiels sind aber zweifellos die Texturen, die im Videospielbereich neue Maßstäbe setzen. Teilweise sehen die Felsoberflächen und Mauern durch die Kombination von hochaufgelösten Texturen und modernen Mapping-Effekten geradezu unfassbar gut aus und deklassieren einen Großteil der bisherigen PS3-Titel optisch. Angesichts dieser Qualität fällt das gelegentliche Tearing nicht weiter ins Gewicht.

Was die Zwischensequenzen und die detaillierte Mimik der Figuren angeht, muss sich Uncharted zwar Heavenly Sword geschlagen geben, aber was heißt das schon? Beide Titel sind von der Präsentation und Erzählweise auf einem Niveau, das dem heutigen Videospiele-Standard meilenweit voraus ist. Die Dialoge sind zwar ebenso (bewusst) klischeebeladen wie die Groschenheftchen-Story, aber wirken nicht gekünstelt und sind ebenso flott wie witzig. Anstatt jetzt noch irgendwelche Beispiele zu nennen und Details der Handlung vorwegzunehmen, wollen wir letztendlich nur noch eins zu tun: Eine klare Kaufempfehlung für Uncharted aussprechen. Es ist ein PS3-exklusives Erlebnis, das man nicht verpassen sollte. Und wenn dafür erst die Konsole ins Haus muss!

Wertung zu Uncharted: Drakes Schicksal (PS3)

Wertung:

90 /10
Pro & Contra
Optisch eines der eindrucksvollsten Spiele bisherDie einfache Steuerung ist sofort kapiertInszenierung und Synchronisation auf Film-Niveau
Schießereien eher zu hart, Klettern zu leicht
Fazit

Die actionlastige Alternative zu Tomb Raider: Wie ein neuer Indiana-Jones-Film zum Mitspielen.

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