War Sonys E3-Pressekonferenz vielleicht ohne größere Überraschung, zum Schluss johlte der Saal dann doch: David Jaffe betrat mit einem riesen Eiswagen die Bühne und kündigte Twisted Metal für die PS3 an. Klare Sache, dass wir die E3 nutzen und das Spiel unter die Lupe nehmen.
David Jaffe, Director der Twisted Metal-Reihe und von God of War 1 und 2, höchstpersönlich stellte sein neues, altes Baby vor: Twisted Metal für die PS3. Die älteste Spielreihe auf der Playstation. Vor 15 Jahren macht der Autoshooter sein Debut auf der Playstation, jede Konsole von Sony bekam daraufhin einen Ableger. Die Playstation 3 ist nächstes Jahr dann dran. Sebastian Stange ließ es sich von David Jaffe vorführen.
Gezeigt wurde der Nuke-Modus aus der Pressekonferenz von Sony. Wurde der Modus dort allerdings sehr schnell abgearbeitet, nahm sich Jaffe im Hands-On Zeit um den Nuke-Modus vorzustellen. Und die brauchte er, denn verwirrender könnte der Modus kaum sein. Erstmal kämpft man natürlich mit Twisted-Metal-typischen Autos gegeneinander, allerdings müssen gleichzeitig auch Statuen der gegnerischen Teams zerstört werden. Das wird gemacht, indem man Raketenwerfer bemannt und die recht langsame Rakete sicher ins Ziel lenkt. Um den Raketenwerfer allerdings steuern zu können, muss man ihm ein Opfer bringen. Dazu muss der Führer der gegnerischen Partei - eine menschliche Figur - gefangen und mit dem Auto zum Raketenwerfer geschleppt werden, um ihn da zu opfern.
Das opfern dauert natürlich eine Weile und in der Zwischenzeit muss man sich in der Nähe des Raketenwerfers aufhalten. Waffen können nicht eingesetzt werden. Teamwork ist bei all diesen Aktionen also Pflicht. Ist der Führer geopfert, erhält man die Steuerung über eine Rakete und muss sie in eine Statue lenken. So - kurz durchatmen und bitteschön folgende Frage stellen: Geht es noch komplizierter und verwirrender?
Quelle: Sony
Bei Twisted Metal wird aus jeder Lage und aus jeder Situation geballert, als gäbe es kein Morgen.
Ansonsten schien Twisted Metal noch in einer Betaphase zu stecken, bislang ist die Grafik noch sehr grob. Wobei es nette Zerstörung und Action gab: Von einem Dach durch eine Wand in eine Etage des Hauses gegenüber springen - das sah cool aus. Und reiht sich in die Twisted Metal-Tradition voller abgefahrener Ideen ein. Wie die verrückten Waffen: Ein Magnet zum Beispiel zieht Gegner an, schleudert sie weg oder rammt sie in eine Wand. Der Krankenwagen kann einen Patienten auf einem raketenangetriebenem Rollbett (!) abfeuern. Wahlweise ist das Rollbett auch selbst steuerbar. Wie gesagt, man ist den schrägen Humor aus früheren Teilen gewohnt.
Einen Story-Modus wird es auchgeben, Infos dazu gab es allerdings keine. Die gab Jaffe für den Multiplayermodus raus: Es werden bis zu 16 Spieler online unterstützt oder bis zu vier lokal im Splitscreen. Es wird 8 bis 10 Areas geben und 12 bis 18 Wagen, davon etwa die Hälfte alte Bekannte. Alles in allem ist Twisted Metal ein Spiel für die Fans der Reihe, gerade die Amerikaner mochten es sehr. Objektiv betrachtet wirkte es nicht wirklich überzeugend, zu eigenwillig, zu konfus und zu abgedreht. Twisted Metal halt.
Screenshots zu Twisted Metal für PS3:
