Towers of Aghasba: Mir macht es trotz durchschnittlicher Steam-Bewertungen viel Spaß!
Special
Ein weiterer Survival-Titel startet in den Early Access und Redakteur Michi Grünwald findet, Towers of Aghasba hat Potenzial!
Das Spielejahr neigt sich langsam dem Ende entgegen und damit auch die Flut an Survival-Spielen. Vor allem zu Beginn des Jahres habe ich mich durch unzählige Überlebens-Hits gekämpft - sowohl die vielversprechenden als auch die Gurken. Vor allem Sons of the Forest oder Fountain of Youth konnten mich überzeugen, aber es war zwischendurch auch viel Leerlauf dabei. Gerade Survival-Titel brauchen frische Ideen und Besonderheiten, um nicht komplett in der Masse unterzugehen. Nightingale kann da dieses Jahr ein Lied von singen.
Seit dem 19. November gibt's mit Towers of Aghasba ein weiteres Spiel für Überlebensspezialisten wie mich. Aufgrund von ziemlich durchwachsenen Steam-Bewertungen hätte ich es allerdings fast verpasst. Aber meistens sollte man sich eben selbst einen Eindruck von Spielen machen und glücklicherweise habe ich das getan. Warum Towers of Aghasba im Early Access auf PC und PS5 trotz einiger Schwächen bereits Potenzial versprüht, lasse ich euch jetzt wissen.
Cast Away
Zu Beginn des Spiels erlebe ich aus der Haut meiner weiblichen Hauptfigur, wie ich gemeinsam mit meinem Stamm, den Shimu, nach einem Schiffbruch an einer Küste gestrandet bin. Weit entfernt vom eigentlichen Ziel, der Insel Aghasba, befinde ich mich allerdings nicht.
Die kleine Insel dient mir in den ersten zwei Stunden vielmehr als Tutorial. Dort lerne ich, worum es geht und wie ich in der gar nicht so friedlichen Welt überlebe. Das Gebiet ist nämlich von der sogenannten Söhre befallen. Einer Plage, die nicht nur die Landschaft in unbewohnbare Areale verwandelt, sondern auch einige aggressive Kreaturen erschaffen oder angelockt hat.
Die Söhre ist auch der Grund, warum das Volk der Shimu zunächst aus der Heimat fliehen musste. Doch mit einer neuen Heldin im Gepäck möchte der Stamm die Insel zurückerobern. Ich werde dabei als Erkunder, Kämpfer und Baumeister eingesetzt und mache mir bei meinen Leuten schnell als Nachwuchsarchitektin einen Namen.
Meine Hauptaufgabe ist es schließlich, die einst blühenden Dörfer der Shimu wieder aufzubauen. Und das funktioniert nur, sobald die Gebiete von der Söhre befreit sind und ein neues Ökosystem entstehen kann.
Bildergalerie
Der Landwirtschafts-Simulator 2.0
Um den ersten Samen dafür zu sammeln, muss ich unter anderem Aufgaben meiner Stammesanführer erledigen. Ist das allererste Ökosystem gepflanzt, treffe ich außerdem auf den putzigen, namenlosen Naturgeist und den schroffen Waldgott Hundra. Auch von anderen Wesen gibt's zwischendurch immer wieder Quests, schließlich sind die nicht gerade glücklich darüber, dass die stinkende (deren Aussage!) Menschheit in der Vergangenheit die Natur zerstört hat.
Ich muss mich also einerseits um Flora und Fauna, andererseits um den Wiederaufbau zerstörter Dörfer kümmern. Es ist wichtig, immer ein Gleichgewicht zu finden, denn durch jedes Abholzen von Bäumen verliere ich sogenannte Verbundenheit und nur mit eben jener Verbundenheit komme ich in der Geschichte voran.
Durch das Füttern von Tieren, das Erweitern des Ökosystems und die Zerstörung von Söhren-Nestern erhalte ich dagegen die wertvolle Währung. Auf beides kommt es an und das bringt den interessanten Twist in Towers of Aghasba. Je mehr ich mich um bestimmte Pflanzen kümmere, desto höher wird auch die Anzahl an Tieren, Büschen und Bäumen. Doch um das Ökosystem in gutem Zustand zu erhalten, muss ich regelmäßig frische Samen säen und Lebewesen retten.
