Tomodachi Life 2 bringt die schräge Mii-Lebenssimulation zurück auf die Switch. Mehr Freiheit, neue Möglichkeiten und jede Menge Chaos erwarten euch auf eurer Insel. Doch reicht das, um auch heute noch zu begeistern?
Als Tomodachi Life 2013 für den Nintendo 3DS erschien, war schnell klar: Dieses Spiel ist anders. Statt klassischer Spielmechaniken setzte Nintendo auf eine schräge Lebenssimulation, in der eure selbst erstellten Miis ein völlig eigenständiges Inselleben führen. Liebesdramen, absurde Gespräche und jede Menge unfreiwillige Komik inklusive.
Genau dieser unberechenbare Mix machte den Titel für viele zu einem echten Überraschungshit. Nicht zuletzt deshalb, weil Tomodachi Life auch eines der wenigen Spiele von Nintendo war, das über eine Sprachausgabe verfügte. Zugegeben nur elektronisch generiert, aber genau das hat das Spiel nur noch witziger gemacht.
In diesem Artikel
Über ein Jahrzehnt später kehrt die Reihe nun mit Tomodachi Life 2: Wo Träume wahr werden auf der Nintendo Switch endlich wieder zurück. Und das, obwohl es ziemlich lange still um die Miis war. So still, dass man schon hätte meinen können, Nintendo wolle die ikonischen Avatare in Rente schicken. Umso erfreulicher, dass sie jetzt doch nochmal ein Revival erleben dürfen. Die große Frage, die wir uns nun aber stellen, ist: Reicht das Konzept auch heute noch aus, um zu begeistern?
Wir haben unsere eigene Insel aufgebaut, Miis beim Verlieben, Streiten und Singen beobachtet und klären im Test, ob Tomodachi Life 2 es schafft, den Charme des Originals einzufangen und sinnvoll zu erweitern.
Quelle: PC Games
Manchmal könnt ihr für Konversationen zwischen Miis eigene Themen vorgeben. Das ist besonders lustig.
Der Mii Editor
Zu Beginn des Spiels startet ihr auf einer leeren Insel. Damit sich hier in Zukunft Alltagsdramen abspielen können, müsst ihr aber erst mal ein paar Bewohner erstellen. Wie schon im Vorgänger dreht sich in Tomodachi Life 2 alles um eure selbst erstellten Miis, die ihr entweder komplett frei im Editor gestaltet oder mithilfe eines Fragen-Systems schneller zusammenstellen könnt.
Eine Funktion, Miis zufällig generieren zu lassen, gibt es hingegen leider nicht. Aber es macht bei Tomodachi Life natürlich auch den Reiz aus, Personen aus dem persönlichen Umfeld oder dem öffentlichen Leben in das Spiel zu integrieren. Wünschenswert wäre so eine Randomizer-Funktion aber dennoch gewesen.
Quelle: PC Games
Miis lassen sich entweder über den Mii-Editor oder ein Fragen-System erstellen. Eine Zufalls-Option gibt es leider nicht.
Der Mii-Maker ist im Grunde so simpel aufgebaut wie schon zu Wii-Zeiten, bietet aber mittlerweile deutlich mehr Individualisierungsmöglichkeiten. So lassen sich Frisuren beispielsweise vorne und hinten separat anpassen. Generell könnt ihr trotz der einfachen Struktur auch mit der Erstellung eines Miis viel Zeit verbringen.
Vor allem dann, wenn ihr euch noch in der neuen "Schminken"-Funktion austobt. Das Zeichentool ist hier wirklich umfangreich. Talentierte Künstler zeigten bereits in der Demo, was für Kreationen möglich sind. Schön ist, dass das Spiel auch den Touchscreen unterstützt. Ihr müsst also nicht umständlich mit dem Cursor via Analogstick drauf los kritzeln.
