Vorsicht! Die Person sofort zum Schweigen zu bringen, hilft hier nicht weiter.
Etwas Actionreicher
Vor jedem Einsatz erhält Sam exakte Instruktionen, ob beziehungsweise inwieweit Personen zu Schaden kommen dürfen. Im Gegensatz zum Vorgänger darf man bei einigen Einsätzen aber auch mal so richtig rabiat vorgehen. Während zuvor kleinere Ausrutscher schnell mit einem Abbruch der Mission geahndet wurden, darf jetzt bei einigen Aufträgen bis zu dreimal Alarm ausgelöst werden. Beim ersten Fehltritt werfen sich
die Wachposten beispielswei-se lediglich in schusssichere Westen. Leistet man sich allerdings einen zweiten Fehler, so kramen die Wachen neben schusssicheren Westen auch noch ratzfatz gepanzerte Helme hervor, während das Auslösen des dritten Alarms unweigerlich zum Missionsabbruch führt. Bevor man in Aktion tritt, sollte man daher die Umgebung genauestens inspizieren und sämtliche Lichtquellen im Vorfeld deaktivieren oder besser gleich zerstören. Um unentdeckt zu bleiben, erweisen sich natürlich auch Fishers bekannte, allseits beliebte Spionage-Gadgets wie beispielsweise die Haftkamera oder das Ablenkungssystem als überaus nützlich. Wie Störenfriede beseitigt werden, bleibt dem Spieler jedoch letztendlich selbst überlassen. Diese spielerische Freiheit ist zweifelsfrei der größte Pluspunkt des Spiels. Nicht immer müssen Feinde ins Nirwana befördert werden. Oftmals genügt es, sie gekonnt zu umschleichen oder sie lediglich auf eine falsche Fährte zu locken. Unterm Strich betrachtet, gaben sich die Entwickler redlich Mühe, Fishers zweiten Konsolen-Auftritt erheblich abwechslungsreicher zu gestalten. Neben detaillierten Innenlevels dürfen Hobby-Agenten nun auch durch einige Outdoorlevels wie beispielsweise die Pariser U-Bahn oder den indonesischen Dschungel schleichen.
Schwächelnde Technik
Die dynamische, hervorragend zum Geschehen passende Musik und realistisch klingende Soundeffekte sorgen dabei allerorts für eine noch dichtere Atmosphäre. Auch Fishers Stimme, für die erneut Nicolas Cages deutscher Synchronsprecher verantwortlich zeichnet, trägt hierzu einen beachtlichen Teil bei. Auch wenn man Gameplay und Sound schlichtweg als phänomenal bezeichnen kann, hat die Grafik passagenweise einen etwas bitteren Beigeschmack. Während die Xbox-Fassung mit gestochen scharfem Leveldesign, bombastischen Licht- und Schatten-Effekten und einem butterweichen Bildaufbau protzt, können die GameCube- sowie die PS-Fassung in diesen Punkten nur bedingt mithalten. Korrekte Schattenwürfe, gelungene Lichteffekte sowie schöne Charaktermodelle und -animationen müsst ihr trotzdem nicht missen - wenn sie auch nicht so hübsch anzusehen sind wie auf der Xbox. Als ziemlich störend empfanden wir den teilweise deutlich sichtbaren Bildaufbau sowie einige sehr unschöne Ruckeleinlagen.
