The Legend of Zelda: Link's Awakening in der E3-Vorschau: Wunderschöne Rückkehr nach Cocolint

Special Lukas Schmid
The Legend of Zelda: Link's Awakening in der E3-Vorschau: Wunderschöne Rückkehr nach Cocolint
Quelle: Nintendo

Der Traum des Windfisches geht in die zweite REM-Phase: Wir konnten das Nintendo-Switch-Remake des Game-Boy-Klassikers The Legend of Zelda: Link's Awakening auf der E3 erstmals selbst ausprobieren. Ja, es ist genauso zauberhaft wie eh und je. Alle Details gibt es in unserer Vorschau!

Zwei Herzen schlagen, ach, in meiner Brust, wenn ich an Nintendos E3-Präsentation in diesem Jahr denke. Es ist allerdings ein reichlich komfortabler Konflikt, der dort tobt, nämlich der um die Frage, auf welches Zelda ich mich mehr freue: Breath of the Wild 2 oder das Remake von Link's Awakening. Dann denke ich darüber nach, dass ich einen der beiden Titel in seiner Originalfassung in meinem Leben schon gut 15 mal durchgespielt habe. Link's Awakening it is also - wie schön, dass ich den Titel nur knapp zwei Stunden nach der Präsentation schon selbst ausprobieren kann!

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Zurück auf die Insel

Die Demo setzt direkt am Beginn des Spiels an und sofort fühle ich mich wie zu Hause. Da ist Malin, die mich aus meinem Schlaf reißt, Talin, der mir meinen nach meinem Bootsunfall an den Strand gespülten Schild überreicht. Ich trete hinaus in die kleine Gemeinde Mövendorf. Alles sieht aus wie immer - aber doch anders. Die fest voneinander abgetrennten Bildschirme sind Geschichte, stattdessen erwartet mich im Grunde eine offene Spielwelt. Außerdem erstrahlt alles nicht mehr in Grüntönen respektive wie auf dem Game Boy Color in einer Handvoll Farben, sondern in schönstem HD, mit feinen Effekten und einer einmaligen Diorama-Optik. Ich weiß, viele können damit nichts anfangen, stören sich vor allem am etwas an Playmobil erinnernden Look der Figuren. Aber ich finde die Grafik klasse und den sehr bewusst gewählten Stil bildhübsch!

Leider erlaubt ein eng begrenzter E3-Slot nicht so viel Erkundung, wie man das möchte. Gerne würde ich im hohen Gras Rubine farmen, mit der Familie im Norden des Dorfes schnacken, vielleicht am Krallen-Automaten mein Glück versuchen. Aber stattdessen mache ich mich auf zum Strand, wo damals wie heute mein Schwert im Sand liegt und meiner harrt.

Octopath Traveller

Ich muss kurz überlegen, warum sich die Steuerung so anders anfühlt wie früher, dann wird es mir klar: Anstatt in vier Richtungen kann sich Link nun in acht bewegen. Das ist definitiv eine Bereicherung, ist aber zunächst nicht mit meinem Muskelgedächtnis kompatibel. Bis ich mich nach ein paar Minuten an die veränderte Kontrolle gewöhnt habe, laufe ich in allerlei Gegenstände und Feinde. Letzteres liegt aber auch daran, dass es schwerer geworden ist, den Bösewichten auszuweichen. Sie nehmen mehr Platz ein als früher und haben größere Trefferzonen. Das ist weder besonders positiv noch negativ zu bewerten, sondern einfach eine Beobachtung.

Endlich sammle ich mein Schwert auf - und was für eine Erleichterung! Wie auch das Schild ist ihm ein fester Knopf zugewiesen. Das bedeutet, dass ich nicht mehr ständig ins Menü gehen muss, um zwischen meinen diversen Items zu wechseln. Als ich in den Wald gehe, wandert nach einem kurzen Besuch bei der Hexe in ihrer gruseligen Hütte auch schon das Zauberpulver in mein Inventar. Auffällig: Nur zwei Buttons können mit Gegenständen belegt werden. Ich vermute, dass später gefundene Items wie das Kraftarmband und die Pegasusstiefel, die man ständig braucht, auch jeweils einen dezidiert ihnen zugewiesenen Knopf bekommen könnten. The Legend of Zelda: Link's Awakening in der E3-Vorschau: Wunderschöne Rückkehr nach Cocolint (4) Quelle: PC Games The Legend of Zelda: Link's Awakening in der E3-Vorschau: Wunderschöne Rückkehr nach Cocolint (4)

Von Pulvern, Würmern und Waschbären

Das Zauberpulver streue ich einem Waschbären auf die Nase, finde daraufhin einen Schlüssel und erlange Zutritt zum ersten Dungeon des Spiels, dem Wurmpalast. Keine Sorge, im Kontext des Spiels ergibt das alles Sinn! Dieser erste der acht ursprünglichen Dungeons zeigt bereits, dass Link's Awakening ein klassisches Zelda durch und durch ist, aber ein famos gestaltetes: Oberwelt, Tempel, Items, Böse, Herzteile und so weiter und so fort gehören hier zum guten Ton. Und anscheinend hat Nintendo bis auf die Technik und die Komfort-Features auch nichts Wesentliches verändert - zumindest nach aktuellem Wissensstand.

The Legend of Zelda: Link's Awakening in der E3-Vorschau: Wunderschöne Rückkehr nach Cocolint (3) Quelle: PC Games The Legend of Zelda: Link's Awakening in der E3-Vorschau: Wunderschöne Rückkehr nach Cocolint (3) Immerhin, der leider nur leidlich unterhaltsame Farb-Dungeon aus dem Game-Boy-Color-Remaster wird es ins Spiel schaffen. Die große Neuerung, eine Art Dungeon-Creator, den wir offenbar dort finden, wo sich in der Game-Boy-Color-Fassung der Foto-Laden befand, dürfen wir beim Anspielen leider noch nicht ausprobieren. Was im Trailer aus dem E3-Video auffällt: In den Selbstbau-Tempeln findet Link eine Flasche zum Verstauen von Items. Solche gab es im Original noch nicht, nur fertig verkorkte Elixiere. Ein Hinweis auf noch weitere Veränderungen an der DNA des Spiels?

Fernweh nach der Insel

Diese Frage muss noch unbeantwortet bleiben, wie auch so viele andere, als meine Demo kurz vor dem Boss des Wurmpalastes endet. Aber eines ist schon jetzt klar: Wenn The Legend of Zelda: Link's Awakening (jetzt kaufen 49,72 € ) am 20. September erscheint, werde ich mich sofort wieder auf die Insel Cocolint begeben und sie erforschen und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit jede Sekunde davon genießen; ganz gleich, ob sich dort seit meinem letzten Besuch drastisch etwas verändert hat oder nicht.

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