The Last Story ist ab dem 24. Februar auch in Europa für Wii erhältlich. Videogameszone.de verrät euch im Test, dass The Last Story zwar ein gutes Japano-Rollenspiel geworden ist, allerdings zu viele Schwächen aufweist. Allerdings macht The Last Story auch viele Dinge sehr gut - Im Test lest ihr mehr.
Das hat uns an The Last Story weniger gefallen:
Nebenmissionen
Abhängig von eurer Spielweise braucht ihr etwa 20 bis 30 Stunden, um die Hauptstory von The Last Story durchzuzocken. Wollt ihr noch dazu alle Nebenaufgaben erledigen, dürft ihr noch einmal etwa fünf bis zehn Stunden dranhängen. Was für ein normales Spiel eine recht anständige Spielzeit wäre, ist für ein Rollenspiel fast schon unanständig wenig. Zum Vergleich: Wollt ihr bei Xenoblade Chronicles wirklich alle Missionen absolvieren, seid ihr gut und gerne 150 bis 200 Stunden beschäftigt. The Last Story ist jedoch kein Einzelfall; auch andere Rollenspiele der aktuellen Konsolen-Generation, etwa Final Fantasy XIII von Square Enix, enttäuschten durch einen geringen Umfang.
Immerhin sind die wenigen Nebenmissionen von The Last Story gut gelungen: In den nicht ganz 40 Aufgaben, die ihr hauptsächlich in der Stadt Lazulis erhaltet, müsst ihr unter anderem Gegnerhorden besiegen, gegen besonders starke Feinde antreten, Gegenstände sammeln oder Orte mit der Suchfunktion eures Helden unter die Lupe nehmen. Langeweile kommt hier also nicht auf! Das entschuldigt die kurze Spieldauer zwar nicht, gleicht das Manko aber zumindest im Ansatz aus. Einige Missionen sind übrigens zeitgebunden. Das heißt, sobald ihr einen bestimmten Punkt der Handlung erreicht habt, könnt ihr diese Missionen nicht mehr erledigen.
Quelle: Videogameszone
Kriegsheld: Ein feindliches Volk darf in einer typischen RPG-Handlung natürlich nicht fehlen. Damsel in Distress: Zaels Angebetete Lisa erfüllt das Klischee der liebreizenden und hilflosen Maid perfekt.
Story
Auch wenn der Name The Last Story, übersetzt "Die letzte Geschichte", recht spannend klingt, können wir nicht behaupten, dass wir im Test von der Handlung des Spiels übermäßig begeistert waren. Keine Frage, bezüglich der Präsentation ist das Abenteuer absolut beeindruckend. Das, was erzählt wird, ist aber einfach schon zu oft durchgekaut: Wir haben den leicht schusseligen Helden mit großen Ambitionen, die mysteriöse Schönheit mit einem eklatanten Defizit an Selbstbewusstsein, den weisen Mentor, den überheblichen Kumpel, der für die Lacher zuständig ist, und noch zahlreiche weitere Stereotypen des japanischen Rollenspiels.
Wieder einmal geht es um ein Königreich, das sich einem feindlichen Angriff (in diesem Fall durch das Volk der Gurak) ausgesetzt sieht, und wieder einmal ist unser Held der Auserwählte und der Einzige, der alles doch noch zum Guten wenden kann. Von einem Spiel, das von sich behauptet, das JRPG revolutionieren zu wollen, hätten wir in dieser Hinsicht ein wenig mehr Mut erwartet. Natürlich kann man dieses Verharren auf dem bekannten Schema aber auch positiv sehen: Wer eine typische, wenig Überraschungen bietende, aber pompös gestaltete Story erwartet, wird definitiv nicht enttäuscht sein.
Quelle: Videogameszone
Trotz guter Ansätze verkommen die Kämpfe viel zu oft zu stupidem Button-Mashing. Wie bei Final Fantasy XIII rennt ihr zumeist nur schlauchförmige Wege entlang.
Gameplay
Einer der negativsten Aspekte des Spiels ist die strikte Linearität der Hauptstory. Meist rennt ihr einfach nur schlauchförmige Wege entlang, unterbrochen von Kämpfen oder leichten Rätseln. Das wird schon früh im Abenteuer sehr schnell langweilig und trägt nicht gerade zu einem befriedigenden Spielgefühl bei. Eine offene Welt gibt es nur abseits der Kampagne, nämlich dann, wenn ihr die Hauptstadt Lazulis erforscht.
Wir haben es schon erwähnt: The Last Story hat zahlreiche gute taktische Ansätze. In der Praxis laufen fast alle Schlachten aber auf ein und dasselbe hinaus: Unkoordiniertes, wenig anspruchsvolles Rumgehaue auf dem Gamepad. Meistens ist einfach viel zu viel auf einmal los, als dass man sich ernsthaft eine gute Kampfstrategie überlegen könnte, zumal man mit wildem Knöpfchengedrücke ebenso weit kommt wie mit überlegtem Vorgehen. Eine riesige verpasste Chance, wie wir meinen!
In den Kämpfen steht euch eine recht große Palette an taktischen Möglichkeiten zur Verfügung. So könnt ihr in Gestalt des Protagonisten Zael die Aufmerksamkeit der Feinde auf euch ziehen, schon vor dem Kampf das Schlachtfeld begutachten und sobald eine Leiste aufgeladen ist, spezielle Fähigkeiten eurer Mitstreiter manuell aktivieren. Auch einige Sonderfunktionen wie ein Wandlauf mit anschließender Attacke stehen zur Verfügung. Zwar sind die Ideen allesamt gut, sinnvoll zum Einsatz bringen kann man sie aber nur selten.
Mehr als einmal standen wir während des Spielens da und wussten beim besten Willen nicht, wo es weitergeht. Während ihr in den Missionen schnurgerade von einem Punkt zum nächsten geführt werdet, ist außerhalb der Story nämlich nicht immer klar ersichtlich, was als Nächstes zu tun ist. Zwar helfen euch einige der NPCs weiter, indem sie euch Tipps geben, diese sind aber oftmals sehr ungenau. Wir erwarten keinen dicken, fetten, gelben Pfeil, der uns zu unserem nächsten Ziel führt, aber ein bisschen mehr Hilfestellung hätten wir uns in dieser Hinsicht erhofft.
