Im Gegensatz zu den ursprünglichen Ankündigungen können Sie die Gegner nicht mit Stühlen und Tischen angreifen.
Ursprünglich als Action-Rollenspiel angekündigt, entpuppt sich The Bouncer in der Praxis als Vertreter des Beat-"em-Up-Genres, das Klassiker à la Final Fight und Double Dragon in den 80er-Jahren prägten. Mit zwei größeren Unterschieden: Zwischen den Prügeleien können erspielte Bouncer-Punkte auf Fähigkeiten verteilt oder in neue Moves investiert werden. Minutenlange Zwischensequenzen verpassen dem Ganzen außerdem eine stimmige Rahmenhandlung. Sie haben vor jeder Action-Szene die Wahl zwischen drei Spielfiguren, wobei die Auswahl zumindest an einer Stelle für einen kurzen Spielabschnitt den Ablauf der Handlung beeinflusst. Die beiden übrigen Kämpfer werden von der PS2 übernommen - der Story-Modus ist leider nur für einen Spieler gedacht, lediglich beim öden Versus-Modus können noch drei weitere Leute mitmischen. Spektakuläre Kameraeinstellungen und Interaktion mit der Umgebung, wie sie Square im Vorfeld präsentierte, gibt es nicht - nicht einmal herumliegende Stühle können als Waffen benutzt werden. Wer anfangs seine Lebensenergie ausbaut, hat schnell keine größeren Probleme mehr mit den wenig intelligenten Gegnern. Die miese Kameraführung in den freier begehbaren Abschnitten des Spiels ist da eine größere Herausforderung.
Bildergalerie: The Bouncer
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