Tenchu: Return from Darkness

Test Wolfgang Fischer

Wer zuerst nachlässt, stirbt! Wer zuerst nachlässt, stirbt! Schon dreimal wurden PSone- (Tenchu 1 & 2) und PS2-Besitzer (Tenchu: Wrath of Heaven) ins feudale Japan des 16. Jahrhunderts entführt, um als furchtlose Ninjas gefährliche Aufgaben zu bestehen. Nun können endlich auch Xbox-Spieler erleben, warum die Serie so beliebt ist. Inhaltlich ist Return from Darkness kein komplett eigenständiges Spiel, sondern vielmehr eine erweiterte Fassung des vor etwa einem Jahr erschienenen PS2-Titels Wrath of Heaven. Neu ist neben zwei zusätzlichen Einzelspieler-Levels die
Möglichkeit, kooperativ oder im Deathmatch-Modus mit Freunden über Xbox Live zu spielen.

Schleichlastiges Gameplay
Wer das Spiel schon von der PS2 kennt, wird sich trotz der Neuerungen sofort zurechtfinden. Wie gewohnt steuern Sie einen von drei Ninjas (Rikimaru, Ayame oder Tesshu) in Third-Person-Perspektive durch Levels, die beim PS2-Debüt der Serie grafisch noch erträglich waren, mittlerweile aber ziemlich veraltet wirken. Die drei spielbaren Charaktere unterscheiden sich nicht nur aufgrund unterschiedlicher Waffen und Stealth-Kill-Animationen, sondern auch hinsichtlich der erlernbaren Spezialfertigkeiten. Neben relativ einfachen Extras wie verbesserter Sicht oder erweiterten Schlag-Combos dürfen Sie auch auf exotische Fähigkeiten wie die Vorspiegelung Ihres eigenen Todes zurückgreifen. Um eine derartige Fertigkeit zu erlernen, müssen Sie in einem Spielabschnitt zehn Stealth-Kills vollführen. Dies ist trotz der eher mäßigen Gegnerintelligenz oftmals gar nicht so einfach. Gerade in späteren Levels überschneiden sich die Patrouillenwege der Wachen nämlich häufig, was dazu führt, dass man nur wenig Zeit hat, einen Feind zu töten und dessen Körper verschwinden zu lassen. Abgesehen von den Spezialfähigkeiten sorgen eine ganze Reihe nützlicher Ninja-Gadgets, aus denen man sich zu Beginn jeder Mission ein paar auswählen darf, für zusätzliche Abwechslung im sehr auf Schleichen und Vorsicht ausgelegten Gameplay.

Koop-Modus über Xbox und Splitscreen
Ein Übungslevel und das mit ausführlichen Erklärungen versehene Tutorial sorgen dafür, dass man innerhalb kürzester Zeit alle verfügbaren Moves und Fertigkeiten erlernt, die man in Einzelspielermissionen und Multiplayer-Matches benötigt. Letztere lassen sich übrigens sowohl offline per Splitscreen als auch online über Xbox Live austragen und machen vor allem im kooperativen Duett viel Spaß. Wie oben bereits angesprochen, kann Tenchu: Return from Darkness grafisch trotz durchweg flüssiger Darstellung leider nicht ganz mit den aktuellen Referenztiteln im Genre mithalten.

Bildergalerie

Wertung zu Tenchu: Return from Darkness (XB)

Wertung:

83 /10

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