Mit Summer Athletics will dtp dem offiziellen Sommerolympiade-Lizenzspiel ordentlich Feuer unter dem Allerwertesten machen. Rein vom Umfang her hat der Herausforderer mit 26 Disziplinen aber schon mal deutlich das Nachsehen gegenüber dem Sega-Titel. Auch die Möglichkeit, die Spiele über
Ich möchte denjenigen sehen, der bei dieser unmenschlichen Reaktionsübung nicht scheitert.
Xbox Live beginnen zu lassen, wird schmerzlich vermisst. Schaffen es die Entwickler von 49 Games trotzdem noch, das olympische Feuer erfolgreich nach Hause zu tragen?
Unnötiger Ballast
Vor jedem Wettkampf lässt sich einstellen, ob man das Ganze lieber mehr in Richtung Sport oder Arcade hätte. Dieses Feature ist aber etwa so nötig wie Zensurbalken in einem Mario-Spiel, denn "Arcade" bedeutet bei den meisten Sportarten einfach nur, dass man einen "Boost" einsetzen kann, der kurzzeitig die Geschwindigkeit erhöht. Beim Modus "Karriere", der für Einzelspieler zentral sein sollte, muss man sich fragen, was sich die Jungs von 49 Games dabei gedacht haben. Mit ein und demselben selbst gestalteten Charakter
Das Steuerungsprinzip auf der Mitteldistanz ist gelungen (siehe rechts unten).
schickt man sich an, in loser Reihenfolge alle Disziplinen zu absolvieren. Das führt dann unweigerlich zu schon fast lächerlichen Szenen, zum Beispiel, wenn sich der eher hagere Athlet beim Hammerwerfen versucht.
Nach jedem Wettkampf wollen zudem Skillpunkte auf Bereiche wie Ausdauer und Kraft verteilt werden. Auch der Sinn dieses Features ist nur schwer zu erkennen. Da man ja sowieso alle Fähigkeiten früher oder später braucht, bietet es sich nicht an, sich in einem Bereich zu spezialisieren. Auch mächtig auf den Keks gingen mir die lieblose Optik, die manchmal ruckelnden Animationen sowie die Tatsache, dass einige Disziplinen gehörige Mängel offenbaren. Beim Bogenschießen etwa wird die Windstärke nicht in Zahlen angegeben, sondern mit einer simplen Stärkeleiste. Die Lichtblicke sind in Summer Athletics nur mit Mühe zu finden. In manchen Disziplinen wurde die Steuerung durchaus gut gelöst und auch die lebendige Präsentation kann, mit Ausnahmen, überzeugen.
