Mit Handbewegungen positioniert man den Cursor über einem Ziel. Ob Spionagearbeit auch im echten Leben so leicht ist?
Dass man mit der EyeToy-Kamera mehr anstellen kann, als ungelenk vor dem Bildschirm herumzuzappeln, will Sony mit SpyToy beweisen. Auf der Silberscheibe befinden sich dementsprechend keine witzigen Party-Games, sondern eine Sammlung kleiner Features, mit denen man selbst einen auf Super-Agent machen kann.
Setzt man die Webcam als Sicherheitskamera ein, schlägt sie beispielsweise Alarm, wenn ungebetene Gäste das Sichtfeld betreten oder macht heimlich Fotos und Videoaufzeichnungen. Mit einer mitgelieferten Weitwinkel-Linse, die man einfach auf die Kamera steckt, vergrößert man sogar das überwachte Blickfeld.
Gesichts-Gulli
Ebenfalls wichtig für Top-Agenten: das Übermitteln verschlüsselter Botschaften. Diese kann man nach dem Erstellen nur dann abrufen, wenn man von der Gesichtserkennung erfasst wird. Dabei scannt die Kamera das Gesicht und gleicht es mit früheren Bildern ab. Nur funktioniert das leider so gut wie gar nicht. Gott sei Dank hat Sony zumindest noch eine Passwort-Eingabe eingebaut, auf die man zurückgreifen darf.
Damit man SpyToy zumindest Alibi-halber noch als Spiel verkaufen kann, hat man einen Story-Modus ein-gebaut, in dem man durch unspektakuläre Minispiele Superschurken aufspürt. Da darf man Codes knacken, Fallschirmspringen, einen Cursor über einen Zielpunkt bewegen oder Gesichter rekonstruieren. 40 Euro (alternativ 60 Euro mit Kamera) sind solche Gimmicks aber nicht wirklich wert. Das Geld investiert man lieber in eine der EyeToy-Partygame-Sammlungen. Die machen weitaus mehr Spaß.
