Die Wii-Fernbedienung bringt Bikini Bottom in Aufruhr - oder nicht?
Bei den chaotischen Straßenrennen brennt der Asphalt.
BILD:N-ZONE
Es ist wirklich erstaunlich, wie schnell sich heutzutage selbst das sterilste Lebensmittel oder Haushaltsgerät zur Kultfigur entwickeln kann. Sprechende, deprimierte Kastenbrote oder gelbe, halbbekleidete Badeschwämme sind da keine Ausnahme. SpongeBob hat mit seiner Serie schon etliche Anhänger gewonnen und will natürlich auch, dass das so bleibt. Doch von nix kommt nix. Und so muss sich das gesprächige, immer fröhliche Badeutensil auch einen Namen in der Videospielbranche machen. Die Kreatur aus der krossen Krabbe ist SpongeBobs erster Auftritt auf Nintendos Wii und wird bei entsprechender Nachfrage wohl nicht der letzte sein.
Heisser Ofen
SpongeBob träumt von einem eigenen Boliden inklusive Führerschein. Eines Nachts wird sein Wunsch erfüllt und er findet sich in seinem Traumvehikel wieder, mitten in einer hektischen Unterwasser-Rallye. Mit von der Partie sind natürlich auch alle anderen bekannten Charaktere, die der eingefleischte Sponge-Bob-Bewunderer aus der Serie kennt. Positiv fällt auf, dass der Spielverlauf sehr viele verschiedene Genre-Elemente beherbergt, darunter Jump&Run-Passagen, Geschicklichkeitseinlagen und chaotische Autorennen.
Die Levels sind nahezu identisch mit der GameCube-Version und bieten wenig spielerische Tiefe. Die Entwickler haben versucht, die Wii-Fernbedienung zu nutzen, das merkt man dem Titel an. Geglückt ist allerdings nur die Hälfte der Steuerungsvarianten. In den Rennspielen steuert sich euer Kart etwas schwammig und auch der Einsatz der Fernbedienung außerhalb eures fahrbaren Untersatzes kann aufgrund von Fehlerkennungen nicht voll überzeugen.
Jeder SpongeBob-Fan kann blind zuschlagen, wer jedoch mit dem gelben Schwamm nichts anfangen kann, dem sei dringend geraten, die Finger von dem Spiel zu lassen.
