Rebecca Heineman: Spiele-Pionierin und Mitbegründerin mehrerer Studios verstorben
News
Rebecca Heineman, Mitbegründerin von Fallout-Studio Interplay, Videospiele-Pionierin und erste US-amerikanische E-Sport-Meisterin ist verstorben. Sie erlag ihrem Krebsleiden.
Rebecca Heineman war die Mitbegründerin des ehemaligen Fallout-Studios Interplay, Logicware, Contraband Entertainment und Olde Sküül und gilt als die erste US-amerikanische E-Sport-Meisterin der Spielegeschichte. Nach einem längeren Kampf gegen aggressiven Lungenkrebs war Heineman kürzlich ins Krankenhaus eingeliefert worden und verstarb dort leider nach wenigen Tagen.
Wer war die E-Sport-Meisterin und Pionierin Rebecca Heineman?
Rebecca Heinemann hinterlässt ein sehr beeindruckendes Vermächtnis. Sie gilt als wahre Pionierin der Videospielbranche, die sich für Frauen in der Entwicklung sowie für die Archivierung von Videospielen einsetzte. Zudem war Rebecca an der Schöpfung einiger der einflussreichsten Videospiele, wie beispielsweise Fallout, beteiligt.
Bereits 1980 reiste Rebecca Heineman nach Los Angeles, um an einer großen Space-Invaders-Meisterschaft auf dem Atari 2600 teilzunehmen. Sie rechnete überhaupt nicht damit, auch nur annähernd einen nennenswerten Platz zu erreichen, gewann aber überraschend das gesamte Turnier und wurde somit die erste US-amerikanischen E-Sport-Meisterin. Später in New York holte sie sich sogar noch einen zweiten Titel.
Die Wegbereiterin Rebecca Heineman
Bereits im Alter von 16 Jahren widmete sich Heineman dem Programmieren und entwickelte Spiele und Software. Und dies zu einer Zeit, als diese Konzepte noch in den Kinderschuhen steckten. 1983 war sie Mitbegründerin von Interplay Productions, einem legendären Studio, das später Baldur's Gate, The Bard's Tale, Wasteland und das erste Fallout-Spiel entwickelte. Rebecca soll eine der letzten Personen gewesen sein, die den Quellcode dieses ersten Fallout-Spiels besaßen. Ihre Karriere führte sie über die Jahre zu einigen der größten Unternehmen der Spielebranche, wie zu Electronic Arts und Ubisoft sowie zu Microsoft und Sony. Zudem setzte sich Rebecca unermüdlich für die Repräsentation von LGBTQ+ in der Spiele-Branche ein.
In einem Beitrag auf einer GoFundMe-Seite, die zur Deckung ihrer medizinischen Kosten eingerichtet wurde, beschrieb Heineman ihren Leidensweg mit den Worten: "Wie hat alles angefangen? Auf der PAX Prime merkte ich, dass ich schon beim Treppensteigen außer Atem war. Nach meiner Rückkehr nach Dallas ging ich in die Notaufnahme. Dort stellte man fest, dass sich 2300 ml Flüssigkeit in meiner Lunge befanden, und nur eine Woche später wurden weitere 1600 ml punktiert. Nach zahlreichen CT-Scans, Röntgenaufnahmen und Bluttests wurde schließlich festgestellt, dass Krebs in meine Lunge und Leber gestreut hatte."
Kurz vor ihrem Tod veröffentlichte Rebecca einen letzten Eintrag auf der Seite: "Es ist soweit. Laut meiner Ärzte sind alle weiteren Behandlungen sinnlos. Bitte spendet, damit meine Kinder eine Beerdigung ausrichten können, die meiner Tastatur, Pixelbreaker, würdig ist! Damit ich einen würdigen Auftritt habe, um mit meiner großen Liebe, Jennell Jaquays, wiedervereint zu werden." Heineman, die zwei Jahrzehnte lang auch unter dem Nickname "Burger" bekannt war, hinterlässt fünf Kinder.
Quelle: insider-gaming.com
