Verrückte Katzen züchten: Erster Trailer des neuen Spiels vom The Binding of Isaac-Entwickler sorgt für offene Münder
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Der erste Trailer zum neuen Spiel des The Binding of Isaac-Schöpfers ist ebenso verstörend wie genial. Wir verraten euch, worum es im verrückten Roguelite-RPG geht.
The Binding of Isaac und Super Meat Boy gehören längst zum Kanon der modernen Indie -Klassiker. Was sie auszeichnet, sind nicht nur ihr einzigartiger Stil und die kompromisslose Spielmechanik, sondern auch der unverkennbare Humor und Wahnsinn ihres Schöpfers: Edmund McMillen. Während The Binding of Isaac mit seinem düsteren, psychologischen Horror und zufallsgenerierten Dungeons das Roguelike -Genre maßgeblich geprägt hat, überzeugte Super Meat Boy durch Präzision, Tempo und ein ultragenaues Jump-'n'-Run -Gameplay. Nun meldet sich McMillen mit einem neuen Projekt zurück - und es ist genau so durchgeknallt, wie man es erwartet.
Roguelite, nicht Roguelike - was steckt hinter dem Genre?
Um das Spiel besser einordnen zu können, lohnt sich ein Blick auf das Genre, dem es angehört: Roguelite. Der Begriff ist eng verwandt mit dem klassischen Roguelike, hat aber seine ganz eigenen Merkmale. Beide Spieltypen haben ihren Ursprung im Urvater Rogue (1980), einem rundenbasierten Dungeon-Crawler mit Permadeath und prozedural generierten Leveln.
Während Roguelikes in der Regel sehr puristisch und auf strategische Tiefe ausgelegt sind - man denke etwa an NetHack oder ADOM - nehmen Roguelites diese Grundidee und mischen sie mit modernen Mechaniken. In einem Roguelite stirbt man zwar auch oft, aber häufig wird der Fortschritt zumindest teilweise erhalten: neue Items, verbesserte Charakterwerte oder freigeschaltete Klassen bleiben bestehen. Diese Form des Progressionssystems sorgt dafür, dass sich jede Runde lohnt, selbst wenn man kläglich scheitert.
Mewgenics - Züchtung, Taktik und völlig überdrehter Katzenwahnsinn
"Ein endloses Katzenzüchtungs-RPG" - so beschreibt Edmund McMillen sein neuestes Werk, das bereits 2012 erstmals angekündigt, dann aber auf Eis gelegt wurde. Die damalige Vision: eine Mischung aus Sims, Pokémon, Animal Crossing und Tamagotchi, alles durch den absurden Fleischwolf von McMillen gedreht. Doch dann wurde es still um das Projekt - bis McMillen es 2018 aus dem Archiv holte und Schritt für Schritt neu entwickelte.
Heute präsentiert sich Mewgenics als taktisches Roguelite-RPG, das sich in zwei Hauptteile gliedert: Katzenzucht und rundenbasierte Kämpfe. Spieler*innen bauen eine Katzenlinie auf, sammeln Gene, Mutationen, Ausrüstung und Möbel, um ihre Zucht voranzubringen. Dabei stehen mehr als 800 Items, über 200 Gegner, 6+ Klassen mit je über 50 Fähigkeiten und eine schier unendliche Menge an Katzenvariationen zur Verfügung. Klingt nach Wahnsinn?
Ist es auch. Erst kürzlich wurde ein neuer Trailer veröffentlicht - und der ist so bizarr wie unterhaltsam. Im Live-Action-Trailer, den wir euch weiter unten eingebunden haben, erleben wir die rührende Geschichte eines kinderlosen Paares, das durch... nun ja, paarungswillige Katzen wieder zueinander findet. Begleitet wird das Ganze von einem eingängigen Song und ersten Spielszenen, die einen guten Eindruck davon vermitteln, wie absurd, liebevoll und komplex das fertige Spiel werden könnte.
Ein offizielles Veröffentlichungsdatum für Mewgenics gibt es bislang nicht. Auf Steam ist jedoch ein Release für 2025 angekündigt. Auf Steam könnt ihr das verrückte Spiel bereits auf eure Wunschliste setzen und über die Entwicklung auf dem Laufenden bleiben. Bis dahin bleibt uns der Trailer - und die Vorfreude auf eines der vermutlich seltsamsten, aber auch charmantesten Indie-Spiele des Jahres.
