Das Überraschungs-Indie-Phänomen Megabonk wurde für die Game Awards 2025 nominiert, doch der Entwickler lehnte ab. Seine Begründung sorgt in der Community für Respekt, weil sie zeigt, wie klar er zu seinen Werten steht.
Die Nominierten für die The Game Awards 2025 stehen fest, angeführt von Schwergewichten wie Clair Obscur: Expedition 33, Hades 2 und Hollow Knight: Silksong. Doch eine Nominierung sticht besonders heraus, nicht wegen des Spiels selbst, sondern wegen der Entscheidung dahinter. Megabonk ist ein Indie-Hit, der sich auf Steam über eine Million Mal verkauft hat und "Sehr positiv" bewertet wird. Das Spiel wurde für die Kategorie Best Debut Independent Game vorgeschlagen. Kurz darauf zog der Solo-Entwickler Vedinad die Nominierung jedoch freiwillig zurück.
Warum der Entwickler die Nominierung ablehnt
Vedinad begründet seinen ungewöhnlichen Schritt mit bemerkenswerter Ehrlichkeit: Megabonk sei kein Debütspiel, auch wenn er heute als Solo-Entwickler auftritt. In der Vergangenheit habe er bereits unter anderen Studionamen an Spielen gearbeitet. Deswegen würde er nicht die Kriterien für die Kategorie erfüllen. Auf X erklärte er: "Ich ziehe meine Teilnahme an den Game Awards zurück. Es ist eine Ehre und ein Traum, nominiert zu sein. Aber Megabonk qualifiziert sich nicht für die Kategorie 'Debut Indie Game'."
Mit dieser Klarstellung macht Vedinad etwas, das in der Branche selten vorkommt. Er verzichtet freiwillig auf eine prestigeträchtige Auszeichnung, obwohl ihm weder Jury noch Veranstalter einen Fehler vorgeworfen hatten. Noch dazu ist dies das erste Mal in der Geschichte der Game Awards, dass eine Nominierung zurückgezogen wird.
Megabonk: Die Community feiert den Schritt
Der Rückzug wurde von der Community fast durchweg positiv aufgenommen. Viele loben Vedinads Transparenz und Respekt gegenüber anderen Newcomer-Entwicklern, die tatsächlich ihren Erstling präsentieren. Dabei verliert Megabonk durch diese Entscheidung nichts von seinem Erfolg. Das Rogue-lite im Stil von Vampire Survivors hebt sich durch seinen 3D-Look, seine absurden Charaktere und seine schnelle Progression ab. Das Spiel begeistert seit Mitte September Zehntausende Spieler.
Dass ein Entwickler inmitten dieses Hypes freiwillig auf eine große Bühne verzichtet, wirkt umso ungewöhnlicher. Vedinad zeigt, wie ernst er die Fairness gegenüber anderen Entwicklern nimmt. Megabonk bleibt damit ein Fan-Liebling, selbst wenn es bei den Game Awards nicht antreten wird. Die Geschichte dahinter macht den Erfolg nur noch bemerkenswerter. Oder wie seht ihr es?
Quelle: X, ehemals Twitter
