Funko Pops könnten schon bald der Vergangenheit angehören. Einbrechende Gewinne bedrohen den Hersteller und könnten zum Aus führen.
Seit Jahren kann man kaum einen Spiele-, Merchandise- oder Spielzeugladen betreten, ohne über ganze Wände voller Figuren der Firma Funko zu stolpern. Funko Pops zeichnen sich dadurch aus, dass es zahlreiche Serien von unterschiedlichen Lizenzen gibt. Die Figuren sehen zudem aus wie kleine Wackelköpfe und lassen sich so gut sammeln.
Jahrelang war der Hype um die Funko Pops und neue Releases riesig, zuletzt brachen die Gewinne der Firma aber stark ein. Jetzt hat das Unternehmen eine Warnung an Investoren herausgegeben. Sollte sich das Geschäft nicht schnell bessern, dürfte es schwer sein, weitere zwölf Monate durchzuhalten.
Stehen Funko Pops vor dem Aus?
Alleine dadurch, dass es Funko Pops von fast jedem Franchise, von Star Wars über One Piece bis zu Minecraft, gibt, ist die potenzielle Zielgruppe riesig. Die Figuren sind zudem nicht allzu teuer und vergleichsweise klein, sodass sie gut auf dem Schreibtisch oder im Regal Platz finden. Natürlich gibt es auch Sammler, die ganze Räume voll von Funko-Pop-Figuren haben.
Schon bald könnte diese Ära aber enden. In einem Investoren-Briefing hat Funko die Geschäftszahlen aus dem dritten Quartal 2025 vorgestellt und explizit davor gewarnt, dass der aktuelle Trend nicht lange aufrechterhalten werden kann. Während im dritten Quartal der Verlust bei "nur" knapp einer Million US-Dollar lag, waren es in Q2 satte 41 Millionen US-Dollar Minus.
Im dritten Quartal 2024 hatte man noch knapp unter 9 Millionen US-Dollar Gewinn vermeldet. Der Nettoumsatz belief sich im Q3 2025 auf 250,9 Millionen US-Dollar gegenüber 292,8 Millionen US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Die Schulden des Unternehmens haben sich auf mittlerweile knapp 240 Millionen US-Dollar erhöht. Das sind knapp 60 Millionen US-Dollar mehr als am Anfang des Jahres.
Als Gründe werden Fehlkalkulationen und Zölle genannt. Das Hauptgeschäft von Funko liegt in den USA. Hoffnung macht das anstehende Weihnachtsgeschäft. Als eine der wenigen Marken, die schon jetzt eine Vereinbarung mit Netflix über den Monster-Hit K-Pop Demon Hunters getroffen hat, stehen die Chancen auf ein ertragreiches viertes Quartal zumindest nicht schlecht.
Quelle: Funko
