Ehemaliger Fallout-Entwickler enthüllt: Deswegen hätte es das Endzeit-Rollenspiel fast nicht gegeben!

News Lukas Egner
Ehemaliger Fallout-Entwickler enthüllt: Deswegen hätte es das Endzeit-Rollenspiel fast nicht gegeben!
Quelle: Obsidian; Thomas Busque Stefanka

Heute gehört Fallout zu den größten Videospiel-Marken der Welt. Doch das war nicht immer so. Und fast hätte es das originale Fallout gar nicht gegeben. Ausgerechnet EA hätte das Endzeit-Rollenspiel verhindern können!

Mit Fallout hat Interplay 1997 den Grundstein für eine riesige Videospiel-Marke gelegt: Nicht nur gibt es mittlerweile vier Hauptteile und etliche Spin-Offs. Nein, erst letztes Jahr konnte die Fallout-Serie auf Amazon Prime Video ebenfalls große Erfolge feiern und hat die faszinierende Endzeit-Welt einer noch breiteren Masse bekannt gemacht. Doch wie ein ehemaliger Fallout-Entwickler jetzt enthüllt, hätte es das Spiel fast nicht gegeben. Und ausgerechnet EA hätte den Release des Endzeit-Abenteuers verhindern können.

Fallout war eigentlich als Nachfolger zu Wasteland geplant

Mit Fallout hat die Rollenspiel-Schmiede Interplay im Jahr 1997 einen echten Rollenspiel-Meilenstein entwickelt, der ein ganzes Franchise nach sich zog. Sogar eine TV-Serie gibt es mittlerweile, die durch ihren massiven Erfolg schon jetzt für eine zweite Staffel verlängert wurde. Doch jetzt hat einer der Co-Gründer von Interplay verraten: Eigentlich war Fallout als Nachfolger zum Rollenspiel-Klassiker Wasteland geplant.

Das originale Fallout erblickte 1997 das Licht der Welt, fast ein Jahrzehnt nach Wasteland, das 1988 erschien. Beide Spiele wurden zwar von Interplay entwickelt, allerdings war bei Wasteland Electronic Arts als Publisher mit an Bord. Um nicht von EA verklagt zu werden, mussten zahlreiche Änderungen an Fallout durchgeführt werden, um Verwechslungen zu vermeiden. Doch da ist die Geschichte noch lange nicht zu Ende...

Deswegen hätte EA Fallout fast verhindert!

Während eines Interviews mit Mr.MattyPlays verriet der Co-Gründer von Interplay, Brian Fargo, neue Details zum Verhältnis von Wasteland und Fallout. Laut Fargo wüssten viele Menschen gar nicht, dass Fallout eigentlich als Sequel zu Wasteland geplant war. Er erklärt im Interview: "Es fing mit Tunneln und Trollen an und dann brauchten wir ein System - Söldner, Spione und Privatdetektive - und so bekamen wir mit Wasteland das auf Fähigkeiten basierende System, und das ging dann zu Fallout über".

Obwohl man die Inspiration von Fallout nicht leugnen kann, habe man sich bei Interplay stark darum bemüht, nicht von EA verklagt zu werden. Für Brian Fargo hat die ganze Sache übrigens ein gutes Ende genommen. Zusammen mit seinem neuen Entwicklerstudio inExile Entertainment durfte er 2014 Wasteland 2 und 2020 Wasteland 3 entwickeln.

Das ist bei uns im Test richtig gut weggekommen. Somit konnte er sich seinen Wunsch, einen Wasteland-Nachfolger zu machen, also doch noch erfüllen. Und das ganz ohne die Befürchtung, von EA verklagt zu werden. Mittlerweile wird die Fallout-Reihe ihrerseits nach der Schließung von Interplay durch Bethesda fortgeführt. Und die haben jetzt große Pläne und wollen - schon wieder - Bezahl-Mods für Fallout 4 veröffentlichen.

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