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Der größte Streik der Videospiel-Geschichte ist zu Ende - SAG-AFTRA Synchronsprecher nehmen Arbeit wieder auf

Gute Nachrichten für Destiny 2, League of Legends und Co. - einer der größten Streiks der Videospielindustrie ist beendet und das sind die Folgen.
Nadine Herzog
Quelle: Bungie

Mit dem rasanten Fortschritt von Künstlicher Intelligenz geraten Arbeitsbedingungen und Rechte von Kreativen zunehmend unter Druck. Besonders betroffen: Synchronsprecher:innen und Schauspieler:innen in der Videospielindustrie. Stimmen und Avatare lassen sich heute technisch leicht nachbilden und das oft ohne klare Zustimmung oder faire Vergütung. Genau dagegen wehrte sich die Gewerkschaft SAG-AFTRA in einem historischen Arbeitskampf.

Nach einem fast einjährigen Streik (seit Juli 2024) gegen große Videospielunternehmen hat SAG-AFTRA nun ein vorläufiges Abkommen erzielt - und dieses am 12. Juni 2025 offiziell angenommen. Es könnte zu einem neuen Standard im Umgang mit KI-Nutzung und Künstlerrechten in Videospielen werden.

Was wurde erreicht? Die wichtigsten Ergebnisse des Abkommens

Nach langwierigen Verhandlungen enthält das neue Abkommen zentrale Verbesserungen für Kreative in der Videospielindustrie:

  • KI-Nutzung nur mit Zustimmung: Künftig darf kein digitaler Klon von Stimme oder Aussehen ohne informierte Zustimmung der Künstler:innen verwendet werden. Diese Zustimmung kann während eines Streiks sogar ausgesetzt werden.
  • Faire Bezahlung für digitale Replikate: Wird eine digitale Kopie (z. B. eine Stimme) verwendet, gibt es künftig verpflichtende Mindestvergütungen - etwa für Echtzeit-Nutzung wie Chatbots oder die Wiederverwendung visueller Darstellungen.
  • Signifikante Lohnerhöhungen: Direkt bei Inkrafttreten steigen die Gagen um 15,7 %, in den Folgejahren jeweils um 3 %. Auch die Obergrenze für Überstunden wurde angehoben.
  • Mehr Sicherheit am Set: Bei gefährlichen Szenen muss medizinisches Fachpersonal anwesend sein. Stunts dürfen nicht mehr bei virtuellen Castings verlangt werden.
  • Bessere Sozialleistungen: Die Beiträge für Renten und Gesundheitsvorsorge steigen schrittweise von 16,5 % auf 17,5 %.

Die vollständigen Vertragsdetails werden am 18. Juni veröffentlicht - vorausgesetzt, die Mitglieder ratifizieren das Abkommen. Wenn ihr euch für die Arbeit von SAG-AFTRA interessiert könnt ihr auf ihrer Webseite auf dem Laufenden bleiben. Ihr braucht dafür jedoch eine US-IP-Adresse.

Was bedeutet das für die Zukunft der Spielebranche?

Diese Vereinbarung könnte langfristig die Standards für die gesamte Entertainmentbranche neu definieren. Besonders die verpflichtenden Regelungen rund um KI setzen ein starkes Zeichen: Künstlerische Leistung bleibt ein schützenswertes Gut, auch im digitalen Zeitalter. Die Industrie erkennt damit an, dass maschinell erzeugte Inhalte nicht auf Kosten der menschlichen Kreativität gehen dürfen.

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Schon jetzt zeigt sich, dass der neue Vertrag Signalwirkung hat: Betroffene Spiele wie Destiny 2, Genshin Impact oder League of Legends, die vom Streik gebremst wurden, können ihre Arbeiten wieder aufnehmen. Auch andere Gewerkschaften weltweit dürften sich künftig an diesen Standards orientieren.

Quelle: SAG-AFTRA

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