Singularity im Test für PlayStation 3 und Xbox 360

Test

Singularity im Test - Bisher dachten wir, für Zeitreisen bräuchte es einen DeLorean. Nun wurden wir eines Besseren belehrt - und in Singularity gut unterhalten!

Der titelgebende physikalische Begriff „Singularität“ stammt vom Lateinischen „singularis“ ab, was so viel wie „einzigartig“ bedeutet. Keine Angst, wir tun hier bloß schlau, in Wahrheit haben wir diese Info gerade erst ergoogelt. Trotzdem verblüfft die Namenswahl in diesem Fall, da der neue Shooter von Raven so ziemlich alles ist – außer einzigartig. Das Szenario eines schiefgelaufenen Experiments auf einer sowjetischen Forschungsinsel riecht bereits nach Klischee, die Retorten-Charaktere führen das logisch fort: der bitterböse russische General, der naive Professor, dessen Erfindung außer Kontrolle geriet, und die sexy Begleiterin, die im Spielverlauf natürlich verschleppt und von euch gerettet wird … alles Singularity im Test - Planet verloren? Fette Bosse mit orangenen Schwachpunkten kommen uns zwar sehr bekannt vor, rocken aber dennoch. Quelle: videogameszone.de Singularity im Test - Planet verloren? Fette Bosse mit orangenen Schwachpunkten kommen uns zwar sehr bekannt vor, rocken aber dennoch. altbekannt. Eigentlich schade, denn die etwas konfuse Handlung besitzt nette Ansätze und die Grundidee von Singularity überzeugt: Mittels eines speziellen Handschuhs beeinflusst ihr die Zeit, schaltet damit Gegner aus und löst knackige Rätsel.

Schockmomente
Nicht umsonst heißt es allerdings „Besser gut geklaut als schlecht erfunden“ und so sorgt Singularity letztlich für ordentlich Spielspaß. Die Technik hinkt der Zeit zwar stellenweise um zwei bis drei Jahre hinterher, doch Grafik ist ja bekanntlich nicht alles. Obwohl das eigentliche Haupt-Feature des Spiels, die Zeitmanipulation, etwas enttäuscht, punktet Singularity an anderen Stellen. In vielen düs­teren, verlassenen Ruinen liefen uns wohlige Schauer über den Rücken - natürlich nicht so intensiv und atmosphärisch großartig wie in Bio­shock und Dead Space, aber trotzdem äußerst nett.

Genauso macht es einfach Spaß, mit einer Minigun so richtig überlegen loszuknattern. Neben solchen Passagen gehörten bisher vor allem Endgegner auch zu den Stärken von Raven Software, doch hier enttäuscht Singularity etwas. Es gibt zwar eine Handvoll fetter Bosskämpfe, doch unterm Strich bleiben diese zu anspruchslos, zu beliebig. Schade Jungs, das könnt ihr definitiv besser!

Enttäuschend gut
So fällt auch das Fazit aus. Einer­seits denken wir dauernd: „Mensch, das kriegt ihr doch viel besser hin!“ – andererseits bot uns Singularity trotzdem knapp acht Stunden Ballerspaß in Reinkultur. Obschon wir all das bereits woanders besser gesehen haben, bleibt am Ende ein herrlich klassischer Ego-Shooter mit vielen guten Momenten. Oldschool as hell – yeah!

Bildergalerie

Wertung zu Singularity (PS3)

Wertung:

75 /10
Pro & Contra
Herrlich oldschooliger Ego-Shooter inklusive Endbossen und MedikitsEinige coole Rätsel rund um die brauchbar umgesetzte ZeitveränderungsmechanikAtmosphärisch starke Passagen; ordentliche, aber etwas konfuse Story; gute Synchro
Technisch altbacken, teils miserable Texturen, die oft viel zu langsam nachladenWild zusammengeklaut aus allen möglichen Titeln, Déjà-vu-Erlebnisse garantiertZu geringer Fokus auf die kreative Zeitmanipulation – da wäre noch mehr gegangen!
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