KAMPF-CLOWN Krusty hat hier zwar Heimvorteil, kann diesen aber nicht richtig ausnutzen.
Wenn die wohl beste Fernsehserie der Welt endlich ihr eigenes PSone-Spiel bekommt, sollte man einen originellen, abgedrehten, glänzend aussehenden Titel mit Langzeitmotivation erwarten. Leider werden diese Erwartungen bei Simpsons Wrestling nur teilweise erfüllt. Relativ originell sind die verschiedenen Kampfstile der Bewohner Springfields, von denen acht gleich zu Beginn anwählbar sind. Homer greift etwa mit einer Bowlingkugel an, Barney Gumble hat einen vernichtenden Rülpser und Marge schickt einfach Maggie los, die sich in den Arm des Gegners verbeißt. Sonst ist aber ein ganz normales Prügelspiel herausgekommen - und nicht einmal ein richtig gutes. Bis auf die speziellen Attacken spielen sich alle Kämpfer gleich: Ob sie nun muskulös wie Hausmeister Willie oder schmächtig wie Lisa Simpson sind - nie ist ein Unterschied in puncto Kraft oder Ausdauer festzustellen. Und selbst die Spezialattacken sind in ihrer Wirkung doch immer gleich. Langzeitmotivation ist auch nur bedingt gegeben. Die Spielmodi unterscheiden sich nicht groß voneinander, man steigt immer in den Ring und bekämpft Gegner. Für die meiste Motivation sorgen wohl noch die 14 Charaktere, die man im Spielverlauf freischalten kann. Am enttäuschendsten aber ist die grafische Leistung. Zugegeben, die Fernsehserie lebt von ihrem etwas kruden Zeichenstil. Im Videospiel sieht das aber einfach nur billig, flach und matt aus. Und das Schlimmste: Die Figuren erinnern nur entfernt an ihre Vorbilder. Was dagegen am meisten herausreißt, ist der Sound. Vor allem können hier Fans endlich mal die englischen Originalstimmen hören. Und das Beste: Die Texte sind auch noch wirklich witzig.
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