Eine Umsetzung der PS3-Version von Shaun White Snowboarding liegt hier allerdings nicht vor. Vielmehr entwickelte man diese Ausgabe komplett neu für Sonys Handheld. Das resultiert in einer sehr comicartigen Optik und einem völlig anderen Spielgefühl und zur Schande des Next-Gen-Ablegers: Es ist sogar besser! Zwar fiel einiges aufgrund mangelnder Rechenkraft der Schere zum Opfer, Shaun White Snowboarding für PSP bietet aber mit so manch eigenem Feature deutlich mehr Motivation.
ABFAHRT
Shaun White Snowboarding für PSP - Trade for Skill: Für Erfahrungspunkte steigert ihr entweder eure Skills oder kauft Boards. (BILD: play³)
So befahrt ihr in Shaun White Snowboarding auf jedem Berg lediglich in sich abgeschlossene Strecken, statt euch frei zu bewegen. Dagegen punktet der Titel auf der PSP mit einem genialen Aufstufungssystem. Punkte in jeder der vier Kategorien Speed, Carven, Grinds und Sprünge rechnet euch das Spiel als Erfahrungszähler an. Bestreitet ihr eine Strecke erneut, gibt es aber nur noch die Differenz zum bisherigen Rekord gutgeschrieben. Außerdem gilt es, auf jeder Strecke eine Vorgabe in mindestens einer Kategorie zu knacken, um neue Events freizuspielen. Die Punkte investiert ihr in die entsprechende Fähigkeit eures Boarders oder ihr kauft Bretter mit besonderen Eigenschaften dafür. Aber auch diese Kleinode wollen verdient sein. Auf jeder Piste gibt es drei Challenges zu meistern, die erste Stufe ist Pflicht, die nächsten beiden optionalen bescheren euch neue Boards. Bestimmte Moves, Zeitvorgaben, "Near-Miss"-Ketten gilt es dabei hinzulegen.
Shaun White Snowboarding für PSP - Von oben herab: Große Sprünge schreien geradezu nach
unglaublich spektakulären Trick-Combos fürs Punktekonto. (BILD: play³)
Shaun White Snowboarding für PSP - Full Speed: Um fette Stunts auf der Rampe auszuführen, holt ihr ordentlich Swung. (BILD: play³)
Tricks indes lernt ihr keine neuen, mit zunehmendem Können eures Avatars gehen sie jedoch entsprechend leichter von der Hand. Die Steuerung in Shaun White Snowboarding für PSP bedarf etwas Eingewöhnung, denn durch den fehlenden zweiten Stick hält manche Taste eine Doppelbelegung bereit. Einmal reingefuchst, funktioniert die Handhabung aber bedeutend griffiger als bei ihrem großen Bruder. Sowohl Optik als auch der Spielablauf selbst lassen dennoch etwas Abwechslung vermissen. Für eine Abfahrt zwischendurch auf dem Weg zur Arbeit, Schule oder Uni macht Shaun White Snowboarding auf der PSP aber mächtig Laune.
