Der Stürmer schlägt den Gegner nieder und klaut ihm den Ball.
Energisch läuft der Fußballspieler auf seinen Gegner zu und haut ihn erst einmal um. Nein, es handelt sich nicht um Oliver Kahn, der wieder durchdreht, vielmehr ist hier eine Szene aus Sega Soccer Slam beschrieben. Das Erstaunliche dabei: Der Schiedsrichter pfeift nicht, das Spiel läuft einfach weiter. Das liegt daran, dass es weder Schiedsrichter noch Regeln gibt. Bei Soccer Slam zählen nur die Tore; wie viele gegnerische Spieler dabei auf der Strecke bleiben ist egal. Foulen, schlagen, mit dem Ball zwischen den Beinen Salti springen: All das ist hier möglich. Der Spaß steht also im Vordergrund, fußballerische Taktik ist kaum gefragt. Die wäre auf den Mini-Plätzen, auf denen insgesamt acht Kicker stehen, wohl auch unangebracht. Dadurch arten die Begegnungen häufig in Chaos aus: Nachdem man irgendwie den Ball erobert hat, bringt man ihn irgendwie im Tor unter. Neben den normalen Salti, Dribblings, Pässen und Schüssen gibt es dafür noch Special Moves, die besonders kraftvoll sind. Lustig ist das Ganze schon, vor allem im Mehrspielermodus, besonders lange kann es aber nicht motivieren. Dazu fehlt einfach der taktische Tiefgang. Wenn man das Toreschießen einmal raushat, klappt es auf diese Weise eigentlich immer. Abwechslung bieten aber einige Minispiele, die auf noch kleinerem Raum stattfinden. Da ist dann etwa der Ball eine Bombe oder die Kontrahenten verprügeln sich einfach nur.
Bildergalerie: Sega Soccer Slam
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