Rise to Honour

Test

Manche Treffer werden 
geradezu zelebriert. Manche Treffer werden geradezu zelebriert. Nach Jackie Chan, der vor einigen Jahren auf der PSone ein eigenes Spiel spendiert bekam, wird jetzt sein Actionstar-Kollege Jet Li bedient. Bei Rise to Honour spielt er das Kung-Fu-Ass Kit Yun, der sich in San Francisco und Hongkong mit aller-lei Bösewichten rumschlagen muss. Die genauere Story ist dabei genretypisch eher belanglos und dient nur als Rahmen für zahlreiche Kämpfe, Schießereien und sonstige Stunts. Interessant ist dabei immerhin, dass die Dialoge ganz nach Wunsch entweder komplett auf Deutsch oder je nach Ort in Landessprache gehalten (und natürlich optional untertitelt) sind - ganz wie bei einem Film. Dies wurde konsequent weitergeführt, sodass Sie zum Beispiel die einzelnen "Szenen" des Films wie in einem DVD-Kapitel-Menü anwählen können.

Analog austeilen
Das Besondere an den Kämpfen, die einen Großteil des Spiels ausmachen, ist die Steuerung: Anstatt mit mehreren Tasten in Kombination mit dem Steuerkreuz irgendwelche Moves auszuführen, geben Sie hier mit dem rechten Analogstick die Angriffsrichtung vor. Den Rest erledigt das Problem automatisch: Ob's ein Schlag oder ein Kick wird, entscheidet sich je nach Situation; Combos setzen sich fast automatisch zusammen. Zwar können Sie Blocken/Ausweichen und Konterattacken sowie Würfe ansetzen, doch letztendlich gestalten sich die Schlagabtausche dadurch ziemlich simpel. Was nicht heißen soll, dass sie leicht wären: Durch einige unfaire Taktiken und die teilweise dubiose Kollisionsabfrage sind vor allem die zahlreichen Boss-gegner durchaus eine Herausforderung, nur sollten Sie davon nicht zu viel Tiefgang erwarten. Für die häufigen Prügeleien gegen viele Gegner gleichzeitig gilt das erst recht.

Ballern mit Bullet Time
Abgesehen von einfachsten Timing-Prüfungen, bei denen Sie im richtigen Moment die "R1"-Taste drücken müssen, bietet das Spiel ansonsten vor allem einige Baller-Abschnitte, bei denen Kit mit zwei Pistolen bewaffnet in der Unterwelt aufräumt - samt einer John-Woo-Hommage, bei der er auf einer Krankenliege rollend schießt. Mittlerweile wohl unumgänglich ist es, dass Kit manchmal in Zeitlupe feuernd durch die Gegend springt. Die Steuerung ist dabei wenig intuitiv, doch ansonsten stellen die Gegner hier keine große
Herausforderung dar.

Technisch top
Spielerisch mag Rise to Honour also etwas substanzarm sein, doch technisch gesehen muss man den Entwicklern ein Lob aussprechen: Einige Hintergründe sehen fantastisch aus, Glasscheiben und Tische zersplittern herrlich und auch mit acht Gegnern im Bild läuft das Spiel stets superflüssig. Dies kommt natürlich den größtenteils gelungenen Animationen zugute. Letztendlich hat Rise to Honour vor allem ein Problem: Es ist nicht konsequent genug. Für ein Spiel mit narrensicherer Steuerung wird es im späteren Verlauf schlichtweg zu schwer, während sich die erfahreneren Prügelspiel-Fans daran stören dürften, dass sie ihre Moves nicht direkt wählen können. Schade eigentlich, denn an sich bietet das Spiel viele gute Ansätze.

Bildergalerie

Wertung zu Rise to Honour (PS2)

Wertung:

71 /10

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