Resident Evil 4 Wii Edition

Test

Was ist gruseliger als eine Mathearbeit? Richtig, Resident Evil!
Resident Evil 4 Wii Edition Quelle: BILD: N-ZONE Ein kleines, scheinbar friedliches Dorf irgendwo in der spanischen Provinz.
Schön ist es hier nicht, alles wirkt trist und grau. Leon S. Kennedy hätte darauf verzichten können, diese Gegend kennen zu lernen, doch sein Auftrag hat ihn hierher geführt.
Sechs Jahre sind seit dem Untergang des Pharmaziekonzerns Umbrella vergangen. Leon, der die damalige Zombieplage in Raccoon City - durch Umbrella ausgelöst - miterlebte, arbeitet inzwischen für die US-Regierung. Ihm wurde aufgetragen, die entführte Tochter des Präsidenten der Vereinigten Staaten zu finden. Nur deswegen ist er hier. Schon auf dem Weg zum Dorf wurde der ehemalige Polizist von einigen Dorfbewohnern angegriffen. Er scheint nicht willkommen zu sein. Inzwischen beobachtet Leon das Dorf der Einheimischen mit dem Fernglas. Sie wirken normal und gehen ihrer Arbeit nach und dennoch stimmt etwas nicht. Plötzlich schreit einer der Provinzler, - Leon ist entdeckt! Von allen Seiten strömen Sie auf ihn zu, bewaffnet mit Heugabeln, Sicheln und Messern. Es bleibt keine Zeit mehr zum Nachdenken, er zieht seine 9mm und drückt ab...

Aller guten Dinge sind 4
Resident Evil 4 Wii Edition Quelle: BILD: N-ZONE Diejenigen unter euch, denen dieses Szenario bekannt vorkommt, haben sicher schon einmal Resident Evil 4 erlebt. Es genießt zu Recht den Ruf des besten Resident Evil aller Zeiten. Vielleicht ist auch deswegen gerade bei diesem Spiel der Portierungsdrang bei Capcom so hoch. Die aktuelle Wii-Version eingerechnet gibt es das Spiel immerhin auf 4 unterschiedlichen Plattformen. Auf dem Papier scheint die Wii-Version die Nase vorn zu haben: Die Technik der deutschen Gamecube-Variante inklusive der PS2-Bonusinhalte sprechen für sich.
Doch was hat die Wii Edition wirklich auf dem Kasten?

Action neu definiert
Immer noch weiß das Gameplay von Resident Evil 4 zu fesseln.
Allein der erste Abschnitt im Dorf, wenn euch die Bewohner einkesseln und der Fiesling mit der Kettensäge an die Tür klopft, lässt euch das Herz in die Hose rutschen.
Dies ist jedoch nur ein Appetit-Anreger: Nach dem ersten aufregendem Bossfight zieht der Schwierigkeitsgrad nochmals an. Das Serum, das die Organismen verändert, bricht dann in Form eines riesigen Tentakels aus euren Gegnern heraus. Plötzlich sind die vermeintlichen Standard-Gegner wieder hartnäckig und nicht mit zwei bis drei Schüssen aus der herkömmlichen Handfeuerwaffe zu besiegen. Dieser Spannungsbogen zieht sich nahtlos durch den eigenwilligen Mix aus Survival-Horror und Action-Adventure. Jedes Mal wenn ihr denkt, es könne nicht mehr schlimmer, nicht mehr härter werden, belehrt euch das Spiel eines Besseren. Doch anders als in den früheren Resident Evil-Spielen ist euer Munitionsvorrat beruhigend groß. Mit Schrotflinte, Scharfschützengewehr oder Uzi ballert ihr euch den Weg frei. Munitionssparende Möglichkeiten bietet euch das Spiel dennoch. Schießt ihr den Feinden zum Beispiel ins Knie, sodass sie einen Moment lang handlungsunfähig sind, braucht ihr euch nur vor sie zu stellen und - sofern die A-Taste eingeblendet wird - mit der Aktionstaste einen Rundum-Kick auslösen. Clever ist es auch, Monstern, die auf Brücken oder nah an Klippen stehen, so in die Beine zu schießen, dass sie hinunter fallen. Im Laufe des Spiels trefft ihr auf einige unfreundliche Gesellen, die euch mit Fackeln oder gar Dynamit angreifen. Schießt ihnen ihr Spielzeug aus den Händen und sie stecken sich selbst in Brand oder das Feuerwerk explodiert in ihren Fingern.
Die in InGame-Grafik gehaltenen Zwischensequenzen geben euch ebenfalls selten eine Chance zum Verschnaufen. Im Stile von Quick Time Events, müsst ihr sofort die richtige Tastenkombination parat haben, wenn Leon in einer Szene beispielsweise einer Messerattacke ausweichen muss. Um die Sache nochmals zu verschärfen, werden die Tastenkombinationen zufällig generiert. Das Prunkstück des Spiels aber sind die Bossfights. Auch hier gilt: Wer die ersten zwei Bosskämpfe gesehen hat, bekommt nur eine vage Vorstellung von dem, was ihn noch erwartet.

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