RTX Redrock

Test Christian Schönlein

Wheeler hat einen ganzen Werkzeugkasten im Handschuh. Wheeler hat einen ganzen Werkzeugkasten im Handschuh. Außerirdische In-vasoren haben Kurs auf den Mars genommen. Die Angreifer wollen den tristen und kargen Planeten aber nicht erobern. Vielmehr geht es ihnen um mysteriöse Artefakte, die Sie in der Rolle von RTX (kurz für: Radical Tactics Expert) Wheeler beschützen sollen. Dabei stehen Ihnen einige interessante Gimmicks zur Verfügung. Zum einen wäre da ein hilfreiches Augenimplantat, das Ihre Umwelt in verschiedenen Sichtmodi darstellen kann. So können Sie biologische Lebensformen, versteckte technische Vorrichtungen oder einfach nur Ihr nächstes Missionsziel orten. Des Weiteren verfügt Ihr Held auch über eine künstliche Hand. Diese können Sie im Spielverlauf aufrüsten und so zu verschiedenen Zwecken einsetzen. Worum Spieler den Helden Wheeler aber wohl am meisten beneiden dürften, ist Iris, eine künstliche Intelligenz, die ihren Programmierer und Besitzer über alles liebt. An verschiedenen Terminals können Sie das Modul, das die herzallerliebste KI beinhaltet, zum Einsatz bringen, um verschlossene Türen zu öffnen, Dämme zu fluten oder die Steuerung über Hilfs-Roboter oder ganze Waffenanlagen zu übernehmen. Wem selbst das noch nicht aufregend genug ist, der darf in manchen Levels sogar das Steuer eines Kampffliegers oder eines geländewagenähnlichen Vehikels übernehmen und über die Marsoberfläche düsen.

Langweilige Dia-Show
Das klingt zwar sehr interessant, beim Zusammenspiel all dieser Elemente hapert's aber gewaltig. So abwechslungsreich zum Beispiel die einzelnen Spielinhalte klingen mögen, die Fahr- und Flugeinlagen lockern das Spielgeschehen nur kurz auf und die Rätsel, die Sie mithilfe von Iris lösen, sind bei näherer Betrachtung kaum der Rede wert. Optisch hat der Mars außer roten Felsen leider auch nicht viel zu bieten. Die Innenbereiche der Kolonien (in denen der Großteil des Spiels stattfindet) sind zwar etwas abwechslungsreicher, ein Paradebeispiel für interessantes Leveldesign sind diese aber auch nicht. Die einzelnen Abschnitte sind viel zu linear aufgebaut. Deshalb können Sie sich auch die verschiedenen Sichtmodi schenken. Ab und an werden Sie so zwar versteckte Türen orten müssen, die sind aber meist schnell entlarvt, wodurch große Suchaktionen in den verschiedenen Sichtmodi entfallen.

Unfertig
Neben dem unspektakulären Spielverlauf ziehen die vielen Bugs den Spielspaß noch wei-ter in die Tiefe. Ein einfacher Maschendrahtzaun dient zum Beispiel als bombensichere Barriere für Lasersalven und der Protagonist stürzt gerne mal in den Tod, ohne dass der Spieler erfährt wieso. Die in der uns vorliegenden Version heftigen Ruckler geben dem Begriff "Slowdown" zudem eine neue Dimension. Ab und zu friert das Bild sogar für etwa zwei Sekunden ein, bevor das Spiel weiterläuft! Ach ja, wer nicht mit einem RGB-Kabel ausgestattet ist, darf auch gleich einen Termin beim Augenarzt vereinbaren. Ohne dieses Zubehör ist das Bild extrem unscharf und lässt Schriften beinahe unlesbar werden. Mit dem günstigen RGB-Kabel ist das Bild jedoch akzeptabel. Flüssiger wird das Spiel dadurch leider trotzdem nicht.

Bildergalerie

Wertung zu RTX Red Rock (PS2)

Wertung:

66 /10

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