Prison Break-Test: Der gespielte Gefängnisausbruch könnte so spannend sein, versumpft aber in Belanglosigkeit

Test Robert Horn

Die Überschrift unseres Tests zu Prison Break: The Conspiracy für PlayStation 3 und Xbox 360 hat es vorweggenommen: Das PS3- und Xbox-360-Spiel versumpft in Belanglosigkeit. Gibt's dennoch Positives?

Ein Fan der Serie Prison Break solltet ihr schon sein, wenn ihr das gleichnamige Spiel auch nur ansatzweise kapieren wollt. Mit dem Untertitel The Conspiracy versehen, erzählt das Spiel die Geschehnisse der ersten Staffel aus Sicht des Company-Mitarbeiters Tom Paxton (die Company ist der große, böse Feind in der Serie) nach. Sein Auftrag: Michael Scofield und seinen Bruder Lincoln Burrows beobachten und an der Flucht aus dem Gefängnis hindern. Andere aus der Serie bekannte Charaktere wie T-Bag, Sucre oder Sara Tancredi haben ebenfalls kleine Gastauftritte. Nette Idee: Während der neun Kapitel erlebt ihr die Geschichte nicht direkt, sondern bekommt Schlüsselszenen der Staffel aus der Beobachterperspektive mit. Mit den Hauptcharakteren Scofield und Burrows tretet ihr jedoch kaum in Kontakt, wohl um die Geschehnisse der Serie nicht zu verfälschen.

Klopferei: Schlägereien sind im Knast an der Tagesordnung. Ihr dürft euch aber nur mit ausgesuchten Leuten prügeln. Da ihr von gewonnenen Prügeleien nicht den geringsten Vorteil habt, ist das Ganze einfach nur sinnlos. Klopferei: Schlägereien sind im Knast an der Tagesordnung. Ihr dürft euch aber nur mit ausgesuchten Leuten prügeln. Da ihr von gewonnenen Prügeleien nicht den geringsten Vorteil habt, ist das Ganze einfach nur sinnlos.

EINFACH EINFACH
Die größte Schwäche des Spiels liegt in seiner unfassbaren Simplizität, die jeden einigermaßen erfahrenen Spieler bis zur Unerträglichkeit langweilt: Die kaum fordernden Spiel-Elemente - Schleichen, Klettern, Boxen, Deckel-Aufschrauben und Schlösser-Knacken - wiederholen sich viel zu oft und lassen zu keiner Sekunde Spielraum für eigene Kreativität. Stattdessen folgt ihr stur vorgegebenen Pfaden, drückt im richtigen Moment die vorgegebene Unsichtbar: Die meiste Zeit schleicht ihr durch düstere Gänge. Wärter und Kameras lassen sich kinderleicht austricksen. Unsichtbar: Die meiste Zeit schleicht ihr durch düstere Gänge. Wärter und Kameras lassen sich kinderleicht austricksen. Taste und hangelt euch so durch die selbst für Fans kaum spannende Geschichte. Schade, denn eigentlich wäre ein Hochsicherheitsgefängnis der richtige Ort, um ein adrenalinreiches Schleichspiel zu inszenieren. Was bleibt, sind einige kurz unterhaltende Momente, wenn ihr wichtige Szenen der Serie erlebt oder euch in letzter Sekunde vor den Taschenlampen der Wärter in Sicherheit bringt.

NICHTS FÜR KÖNNER
Obwohl Prison Break so einfach und linear ist, entsteht Frust beim Spielen. Frei speichern dürft ihr nämlich nicht und oft erwischt euch eine Wache oder ein Suchscheinwerfer, ohne dass ersichtlich wäre, warum. Für ein Schleichspiel ist Prison Break viel zu linear und leicht, fordert also höchstens Gelegenheitsspieler.

Screenshots aus unserem Test zu Prison Break: The Conspiracy:

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