STYLE OVER SUBSTANCE
Quelle: www.videogameszone.de
Gegen alle Gesetze der Schwerkraft! Des Prinzen Wandläufe sind legendär.
Das Vorgehen in den einzelnen Levels ist immer gleich. Zunächst turnt ihr euch durch das Gebiet, bis ihr auf einen der sogenannten Verdammten trefft und ihn in einem Kampf bezwingt. Die Verdammten sind quasi Ahrimans Generäle und kontrollieren die Gebiete. Nun ist das Areal bereit, um mit Hilfe Elikas magischer Fähigkeiten von der Dunkelheit befreit zu werden. Erstrahlt das Gebiet wieder in seiner ursprünglichen Schönheit, erscheinen überall kleine leuchtende Lichtkeime. Diese Gebilde müsst ihr einsammeln, um Elika am Tempel des Lebens insgesamt vier magische Fähigkeiten zu verleihen, die ihr braucht, um alle Gebiete erreichen zu können. Zwar bleibt es vollkommen euch überlassen, in welchem Gebiet ihr eure Säuberungsaktion startet, das Vorgehen verändert sich jedoch nie. Klettern, kämpfen, heilen, Lichtkeime einsammeln, weiter. Insgesamt 20 Mal. Da keinerlei Weiterentwicklung in Form von besserer Ausrüstung oder ausbaufähiger Kombo-Auswahl vorhanden ist, wird Prince of Persia zumindest in Gameplay-Hinsicht schnell eintönig.
Apropos Kombos: Die Kämpfe im neuen Prince of Persia laufen ausschließlich als 1-gegen-1-Auseinandersetzungen ab. In einem abgesteckten Areal führt ihr mit den Aktionstasten Schwerthiebe aus, greift euren Gegner und zeigt einen Akrobatik-Move oder mit Elika eine Magie-Attacke. Diese Aktionen lassen sich, wenn ihr das Timing erst einmal verinnerlicht habt, sehr gut zu richtig komplexen Kombos verknüpfen. Schnelle Ausweichmanöver, gut getimte Konter und Quick-Time-Events runden das Aktions-Repertoire ab. Während sich die Schatten-Gegner, die in den Levels verteilt sind, viel zu schnell erledigen lassen, müsst ihr euch bei den Verdammten mehr ins Zeug legen. Hier ist die Inszenierung sehr ansprechend und packend.
TRAUMHAFT SCHÖN
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An diesen Portalen sind Elikas magische Kräfte vonnöten, um weiterzukommen.
In technischer Hinsicht zeigt Prince of Persia eindrucksvoll, was die Ubisoft-eigene Anvil-Grafik-Engine zu leisten imstande ist. Die Weitsicht ist in vielen Teilen der fantasievoll gestalteten Welt einfach umwerfend. Auch die grafische Abwechslung der vier Territorien ist einfach sagenhaft. Zerfallene Paläste mit herrlichem Tausend-und-eine-Nacht-Flair wechseln sich mit majestätischen Schluchten und fantasievollen Industriebauten ab. Hinzu kommen zwar wenige, dafür aber absolut geniale Musikstücke, die einen wesentlichen Teil zu der faszinierenden Atmosphäre beitragen. Das wahre Highlight sind allerdings auch hier wieder die Figuren. Noch nie sah Cel-Shading so gut aus. Sowohl der namenlose Held als auch Elika und die Verdammten sind künstlerisch auf höchstem Niveau gestaltet und mit vielen verspielten Details überzogen. Eine echte Augenweide. Leider trüben regelmäßige Ruckler und die grobpixelige Schattendarstellung den ansonsten hervorragenden Gesamteindruck.
BONUS-INFO
Als Gegenleistung für all die Hilfe nimmt der Prinz Elika auch schon mal Huckepack.
Kleider machen Leute /// Neben den Standard-Kluften der beiden Hauptfiguren könnt ihr jeweils drei weitere Outfits für den namenlosen Helden und Elika freischalten. Unter anderem ist für den Helden das Altaïr-Outfit und für Elika das Outfit von Jade aus Beyond Good & Evil verfügbar. Eine nette Dreingabe, wie wir finden.
