WAS FÜR EIN NETTES PAAR
Quelle: www.videogameszone.de
Unsere Hoffnung, dass Elikas Oberteil im weiteren Spielverlauf noch mehr zerreißt, hat sich leider nicht erfüllt.
Die Story an sich ist nicht das Besondere, sondern vielmehr wie sie sich im Spielverlauf entfaltet. Regelmäßig bekommt ihr die Möglichkeit, mit der linken Schultertaste einen Dialog zwischen dem Helden und Elika zu starten. Auf diese Art und Weise erfahrt ihr Story-Details und Hintergrundinformationen zur Spielwelt. Wer ohne viel Gerede direkt losturnen möchte, kann das natürlich auch tun, verpasst aber Einiges. Denn die Dialoge der beiden Figuren sind einfach hervorragend geschrieben. Lässt der Held einen lässigen Macho-Spruch fallen, bekommt er dafür von Elika schon mal ein schlagkräftiges Kontra. Es sind massig Lacher dabei. Später werden die Dialoge aber auch emotionaler und greifen Elikas familiäre Verhältnisse und die aktuellen Ereignisse auf. Auch während der Klettertouren und Kämpfe kommunizieren die beiden miteinander. Und sei es nur ein Spruch der Marke „Puh, ihr seid schwerer, als ihr ausseht.“ Der namenlose Held ist eben ein Charmeur, wie er im Buche steht. Das alles macht die beiden Figuren sehr sympathisch und obendrein glaubhaft. Auch auf Deutsch. Denn die deutsche Synchronisation des Helden ist sehr professionell eingesprochen worden. Hier konnte Simon Jäger, die deutsche Stimme von Heath Ledger, verpflichtet werden. Elikas Sprecherin hingegen kann dieses hohe Niveau nicht ganz halten.
OPEN WORLD MEETS POP
Sammelt ihr genug Lichtkeime, wird Elika nach und nach mit neuen Fähigkeiten ausgestattet.
Vollmundig haben die Entwickler eine offene Spielwelt angekündigt und – zumindest oberflächlich betrachtet – ihr Versprechen auch eingehalten. Die Spielwelt besteht aus vier Hauptterritorien, die jeweils in sechs weitere, miteinander verbundene Areale eingeteilt sind. Ihr folgt nicht einem fest vorgegebenen Weg, sondern könnt selbst entscheiden, welchen Level ihr in Angriff nehmt. Das war’s dann allerdings auch schon mit dem Open-World-Konzept, denn in den einzelnen Bereichen selbst geht es wieder streng linear zu. Macht auch Sinn, denn das Gameplay hat sich kaum verändert und würde in einer frei erkundbaren Welt wie etwa in Assassin’s Creed nicht funktionieren. Ihr turnt von einer Plattform zur nächsten, kraxelt Säulen und Wände empor und schwingt euch von Stange zu Stange. Immer schön im „Flow“, so wie ihr es kennt. Da der namenlose Held mit einem Krallenhandschuh ausgestattet ist, kann er problemlos an Wänden entlang rennen oder an steilen Klippen. Ist die Distanz zum nächsten greifbaren Objekt zu groß, kommt Elika auf Knopfdruck ins Spiel und hilft euch mit einem magischen Doppelsprung aus der Patsche. Stürzt ihr dennoch mal ab, so ist Elika auch wieder zur Stelle und reicht euch eine rettende Hand. Sie ist einfach immer da, wenn ihr sie braucht. Sterben könnt ihr nicht. Während der Kletterpassagen ist die Richtung stets streng vorgegeben, was diese Teile leider zu einer anspruchslosen und viel zu einfachen Angelegenheit macht. Es reicht nach dem Absprung oft, im richtigen Moment den richtigen Knopf zu drücken, und der Held hüpft und schwingt fast selbstständig voran. Sogar die Absprungrichtung an Säulen und Fahnenstangen ist in den meisten Fällen vorgegeben.
