Auch ein Kampf in schwindelnder Höhe ist kein Problem für den Prinzen.
Ende 2003 reaktivierte Ubisoft mit Prince of Persia eine längst vergessen geglaubte Videospiellegende, doch zunächst blieb der erhoffte Erfolg aus. Im zweiten Anlauf ging das Rezept dank düsterem Design, harten Metal-Riffs und blutigen Kämpfen endlich auch an den Ladentheken auf.
Zwar rümpften Fans des Erstlings angesichts des Stilwechsels die Nase und einige Bugs trübten die Atmosphäre, doch spielerisch gaben sich die Entwickler aus Montreal erneut keine Blöße. Während auf der PlayStation 2 mit Prince of Persia: The Two Thrones gerade die Trilogie zu Ende geht, erfreut Ubisoft PSP-Besitzer mit einer Umsetzung von Warrior Within und spendiert auch gleich noch ein paar Bonus-Levels.
Schönheitsfehler
Fallen gibt es natürlich wiedereinmal in den verschiedensten Ausführungen.
Man muss den Technikern von Ubisoft schon gratulieren. Prince of Persia auf der PSP hinkt dem Vorbild auf der PS2 nicht so weit hinterher, wie man das vielleicht erwarten würde. Schicke Texturen und Lichteffekte, ordentlich animierte Figuren und große Umgebungen stehen auf der Habenseite. Leider erkauft man sich die Edeloptik mit einer mittelprächtigen Bildrate, häufigen Grafikfehlern und nicht zu knappen Ladezeiten.
Heftigere Ruckler treten ebenfalls auf, dennoch lässt sich der Prinz erfreulich präzise durch die verschachtelten Levels steuern. Größtes Manko der Umsetzung sind die Streaming-Probleme. Innerhalb der Levels muss das Laufwerk ständig Daten schaufeln und genehmigt sich dabei auch gerne einmal mitten im Kampf eine kleine Auszeit von drei Sekunden.
Dem Spielfluss ist diese Art des Nachladens nicht gerade dienlich. Noch schlimmer leidet die Atmosphäre des Spiels, wenn in Zwischensequenzen das Bild stets weiter ist als der Ton. Denn während Letzterer nachgeladen wird, hält die Grafik nicht etwa an, sondern präsentiert das Geschehen munter weiter als Stummfilm. Wer Warrior Within in sein Herz geschlossen hat und den Titel un-bedingt unterwegs zocken möchte, der kann trotz der Technikmängel bedenkenlos zuschlagen. Die (nahtlos eingefügten) Bonus-Levels reißen zwar niemanden vom Hocker, sorgen aber immerhin für einige Überraschungen. Neulinge der Serie sollten die Heim-version ins Auge fassen
