Quelle: Nintendo
Die Objekte, wie dieses alte Game & Watch, sehen einfach umwerfend aus.
Zwei Neuzugänge
Zwei zusätzliche Pikmin-Arten sind hinzugekommen, womit sich die Zahl der verfügbaren Diener auf insgesamt fünf erhöht. Die lilafarbenen und die weißen Pikmin sind eine sehr nützliche Erweiterung und fügen sich hervorragend ins Spielgeschehen ein. Beispielsweise gibt es nun einige neue Gegnerarten, die den Einsatz der lila Blütenköpfe erfordern. Und oftmals können begehrte, vergrabene Utensilien nur durch die weißen Pflanzenwesen zutage gefördert werden. Näheres erfahrt ihr in unserem Extrakasten auf der ersten Doppelseite.
Getrennte Wege
Nach der kurzen Trennungsphase zu Beginn des Spiels werden Olimar und sein Kumpel Louie wieder vereint und können sich fortan die unterschiedlichsten Aufgaben teilen. Per Tastendruck wechselt man zwischen den beiden hin und her. Das Ganze ist zwar eine nette Möglichkeit, um Abwechslung ins Gameplay zu bringen, doch leider vermisst man spielerische Situationen, in denen es auch wirklich Sinn macht. Fast die ganze Zeit trottet der Kollege wie die Pikmin hinter dem Kommandeur her. Es scheint fast so, als ob der zweite Charakter nur ins Leben gerufen worden wäre, um den Zweispieler-Modus zu rechtfertigen (siehe Extrakasten auf der zweiten Doppelseite).
Volle Kanne Spezial
Olimar und Louie wurden verschiedene Spezialfähigkeiten spendiert, mit denen sie entweder die Pikmin temporär schneller agieren oder die Feinde erstarren lassen. Hierfür sind lediglich rote oder lila Beeren nötig, die an speziellen Pflanzen wachsen. Wenn man zehn dieser Früchte gesammelt hat, dann kann Olimar einmal eine Sonderaktion durchführen. Die beiden Hobbykommandeure können diese Specials aber auch direkt auffüllen, indem sie sich an Tautropfen der entsprechenden Farbe laben. Eine gelungene Neuerung, die im Spiel oft benutzt wird.
Einfach nur schön
In technischer Hinsicht wurde die Grafik im Vergleich zum Vorgänger ein Stückchen aufgebohrt. Die vielen verschiedenen Gegenstände sehen zum Teil richtig fotorealistisch aus. Auch die Darstellung des Wassers ist wieder famos. Viele liebevolle Details, wie sanft zu Boden fallende Blütenblätter oder der am Lichteinfall erkennbare Tageszeitenwechsel, erwecken die Umgebungen richtig zum Leben. Was zusätzlich für den bekannten "Och, wie süß!"-Effekt sorgt, ist die erweiterte Soundkulisse. Die Musikstücke sind wieder sehr gelungen und passen von der Stimmung her perfekt zu der jeweiligen Umgebung. Besonders putzig sind die Soundsamples der Pikmin. In einer dunklen Höhle fangen sie zum Beispiel ganz verängstigt an, ein kleines Liedchen zu trällern, aus dem so richtig ihre Angst herauszuhören ist. Insgesamt überzeugt Pikmin 2 mit tollen Neuerungen und der gewohnt guten Spielbarkeit. Kleiner Wermutstropfen ist allerdings wieder die geringe künstliche Intelligenz der Pflanzenwesen: Sie bleiben beispielsweise immer noch unnötigerweise an Vorsprüngen hängen. Trotzdem sollten Fans des Vorgängers und Freunde von anspruchsvoller Strategie zugreifen.
