Nach der letzten Wikileaks-Enthüllung ist die Aufregung in der Welt der Politik groß. In der Videospiele-Industrie sind Leaks gängige Praxis. So gelangen Bilder, Videos oder auch Spiele selbst oft illegal ins Internet. Videogameszone verrät die heftigsten Leaks.
Wikileaks enthüllte kürzlich geheime Dokumente von US-Diplomaten, die das Ausspähen von Staatsbediensteten anderer Länder protokollierten. Leaks in der Videospiele- und Electronic Entertainment-Branche sind indes an der Tagesordnung. Teilweise gelangen Spiele auf illegalen Tauschbörsen bereits vor Release ins Netz. Auch Bilder und Videos, die noch nicht veröffentlicht werden dürfen, sind oft ohne Erlaubnis des Herstellers im Internet zu finden. Videogameszone verrät heute die hefigsten Spiele- und Technik-Leaks. Im Falle von Call of Duty: Black Ops war sogar die US-Ermittlungsbehörde FBI auf der Suche nach den Urhebern des Leaks. Bereits Tage vor Release von Call of Duty: Black Ops ab es eine illegale Version des Spiels im Internet zum Download.
Neben der Film - und Musikbranche haben auch die Publisher von Computer - und Videospielen seit unzähligen Jahren mit sogenannten Leaks (zu Deutsch: Leck, Loch oder undichte Stelle) zu kämpfen. Viele Highlights landen dabei Wochen und Monate vor der eigentlichen Veröffentlichung illegal im Netz und können dann kostenlos heruntergeladen werden. Mal ganz davon abgesehen, dass viele der geleakten Spiele meist in einer unfertigen (und damit wenig repräsentativen) Vorabfassung mit zahlreichen Bugs und fehlenden Features in Umlauf gebracht werden, besteht die Gefahr von wirtschaftlichen Schäden.
Beispiel: Ubisoft. Die PC-Version von Assassin's Creed ist rund zwei Monate vor geplantem Release im Web aufgetaucht, vermutlich aufgrund einer fahrlässige Panne des Spiele-Discs-Herstellers Optical Experts Manufacturing. Allein 700.000 Mal soll die illegale Version im Zeitraum zwischen März und Juni 2008 heruntergeladen worden sein. Demgegenüber stehen 40.000 verkaufte Exemplare. Es sei ein Schaden in Millionenhöhe entstanden, erklärte Ubisoft später. Natürlich ist nicht jeder Raubkopierer automatisch ein potenzieller Käufer, man sollte das Problem allerdings auch nicht völlig herunterspielen.