One Piece Odyssey im Test: Schluss mit den Lobeshymnen - mit Switch-Update!

Test Maci Naeem Cheema
One Piece Odyssey im Test: Schluss mit den Lobeshymnen - mit Switch-Update!
Quelle: Bandai Namco

25 Jahre gibt es den Manga-Hit One Piece jetzt schon. In der Laufzeit des Japan-Phänomens entstanden mindestens doppelt so viele Videospiele, manche davon waren richtig gut, die meisten hingegen ziemlicher Müll. Nun möchte Bandai Namco anlässlich des großen Geburtstags für eine lang herbeigesehnte Evolution im Spiele-Kosmos der Marke sorgen. One Piece Odyssey möchte kunterbunten Strohhut-Spaß im JRPG-Format bieten -wir haben getestet, ob das geklappt hat.

Update, Switch-Version: Das viel von Presse & Fans gelobte JRPG One Piece Odyssey ist nun endlich auf für Nintendo Switch erschienen. In der neuesten Ausgabe des Nintendo-Podcasts quatschen Moderatorin Annika Menzel und Tester sowie PC Games Podcast-Moderator Maci Naeem Cheema ausgiebig über die Faszination der Mega-Marke. Dabei geht es natürlich auch um die allerbesten Spiele rund um Monkey D. Ruffy und seine Strohhutbande.

Passend dazu updaten wir unseren Test zum großen JRPG mit einigen wichtigen Infos zur Switch-Fassung: Große Probleme gibt es keine, das ist ja schon mal was. Selbst auf den aktuellen Konsolen ist das Rollenspiel im Manga- und Anime-Universum - welches dank der Live-Action-Verfilmung von Netflix so groß ist wie nie - keine Augenweide, doch auf der Switch muss man noch einmal mit weniger Details rechnen. Das zeigt sich besonders bei den Untergründen und der Vegetation der "offenen" Spielwelt. Ebenso die Texturen wirken matschiger und dadurch Übergänge weniger flüssig. Das kann man gut an den diversen Steinformationen in der Landschaft sehen, aber auch die Figuren wirken etwas unschärfer.

Das ist alles aber durchaus verkraftbar und der Flair leidet nur selten darunter. Ein Vorteil der neuen Nintendo-Version sind weitere Outfits. Dadurch gibt es zwar immer noch viel zu wenige im Spiel, doch zumindest ein wenig mehr Varianz findet so Einzug im visuellen Bereich. Abschließend gibt es noch ein kleines Bonus-Szenario ("Wiedersehen der Erinnerungen") in der Deluxe-Version für Nintendo Switch obendrauf. Hierbei werden unter anderem neue Gegner versprochen, allzu viel sollte man sich davon aber nicht erwarten. Bevor es zu unserem ursprünglichen Test geht, in dem wir euch One Piece Odyssey genau beleuchten, listen wir euch noch die neu hinzugefügten Outfits auf:

  • Reisekleidungsset (Crew)
  • Sogeking-Kleidungsset (Lysop)
  • Kleidungsset der Stadt des Wassers (Crew)

Mit dem als Spieleevolution der Marke One Piece angekündigten Odyssey möchte Bandai Namco das zuletzt erreichte Tief der Serie hinter sich lassen. Ziel ist es, in ein neues virtuelles Piratenzeitalter für die Strohhüte zu segeln. Die vielen überschwänglichen Kritiken zum JRPG klingen, als sei das Vorhaben geglückt. "Eines der besten One Piece-Spiele aller Zeiten", so heißt es. An Bord sein sollen eine große Ladung Liebe zur Vorlage und ein befriedigendes und komplexes Kampfsystem, das auch Piraten-Rookies gefällt. Wir aber sagen: Schluss mit den Lobeshymnen! One Piece Odyssey glänzt in seinen wenigen guten Momenten zwar wie Piratenschatz, ersäuft jedoch die meiste Zeit aufgrund des frustrierenden Aufbaus und dem heftigen Backtracking in den Tiefen der Grandline. Es ist besser als die letzten Strohhut-Abenteuer, aber das bedeutet eben längst nicht, dass Odyssey gut ist.

Wer sich lieber im Videoformat einen Eindruck zu One Piece Odyssey machen möchte, dem empfehlen wir unser frisches Review-Video zum JRPG. One Piece Odyssey ist am 13. Januar 2023 für PS5, Xbox Series X sowie S, PS4, Xbox One und PC erschienen.

Ein neues Schiff aus Altholz

Die Prämisse des Rollenspiels ist schnell erklärt: Statt wieder einmal die größten Abenteuer der Strohhutreise erneut umzusetzen, bietet Odyssey eine komplett neue Geschichte, die zeitlich vor den Ereignissen auf der Samurai-Insel Wano Kuni angesiedelt ist. Nach einem heftigen Sturm strandet die Piratenbande von Monkey D. Ruffy mitsamt zerstörtem Schiff an der Küste einer mysteriösen Insel namens Waford. Der Schauplatz gefällt mit typisch abgedrehter und abwechslungsreicher Flora und Fauna auf den ersten Blick. Meine Güte, was uns hier wohl an Geheimnissen und Abenteuern erwarten mag! Tja, denkste, dazu aber gleich mehr.

One Piece Odyssey im Test: Schluss mit den Lobeshymnen! (1) Quelle: PC Games One Piece Odyssey im Test: Schluss mit den Lobeshymnen! (1)

Im weiteren Verlauf lernen wir die zwei eigens von Serienvater Eiichiro Oda fürs Spiel erschaffenen Charaktere Adio und Lim kennen, die zu zentralen Vertrauten der Strohhutbande werden. Unsere Aufgabe ist es, die Mysterien der Insel Waford zu erforschen, vier riesige Elementarkolosse zu vernichten, die sich in Dungeons aufhalten, und ... nostalgisch die größten Momente der Strohhutbande zu erleben. Moment mal, hieß es nicht, Odyssey bietet eine frische und nagelneue Geschichte rund um Gummi-Kapitän Monkey D. Ruffy?

Spiel denselben Kram noch mal!

Die meiste Zeit des knapp 30-stündigen Rollenspiels verbringen wir in der Erinnerungswelt Memoria, die uns Zugang gibt zu vier großen Story-Arcs der seit 97 erzählten Geschichte. Gleich zu Beginn verliert die neunköpfige Truppe aus Gründen, die wir nicht näher beleuchten möchten, ihre hart erkämpften Fähigkeiten, die es dann erneut zu erlernen gilt. Das bedeutet: Ruffy erinnert sich nicht an seine Gum-Gum-Kraft und Zorro weiß nicht mehr, wie genau eigentlich der berüchtigte Drei-Schwerter-Stil funktioniert. Man möchte die mächtigen Strohhutpiraten mit einem befriedigenden Fortschrittssystem versehen - das ist nachvollziehbar.

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