Ogre Battle 64 muss sich nach langer Wartezeit endlich dem N-Zone-Test stellen - hat sich das Warten gelohnt?
ZUSCHAUEN STATT SPIELEN Die Eingriffsmöglichkeiten beim Kampf sind leider sehr beschränkt.
Bei Ogre Battle 64 übernehmt ihr die Rolle von Magnus Gallant, der soeben seine Ausbildung an einer Militärakademie abgeschlossen hat und gleich bei seinen ersten Einsätzen in eine spannende Geschichte um eine Revolution verwickelt wird. Im Spiel rüstet ihr zwischen den einzelnen Missionen eure Truppen mit neuen Waffen auf oder lasst sie in andere Charakterklassen wechseln. Zwischendurch stehen Besuche in Läden und Treffen mit allerlei Personen an - manche davon schließen sich euch sogar an! Im Kampf selbst kommandiert ihr eure Gruppen über eine hässliche Landkarte von Ort zu Ort und bekämpft fast automatisch alle Gegner - die Eingriffsmöglichkeiten beschränken sich auf das ungefähre Festlegen eines Ziels (keine einzelnen Gegner!), die Flucht und später den Einsatz von Elementarmagie. Umso nerviger ist dadurch, dass die Kämpfe sich oft ziemlich in die Länge ziehen, weil euer Gegner vorzeitig geflohen ist und ihr ihn wieder einholen müsst. Das Verwalten der Einheiten gestaltet sich übrigens recht umständlich, aber aufgrund des komplexen Spiels kaum anders zu lösen. Das umfangreiche Handbuch hat sich daher ein Lob verdient!
Der erwartete Top-Hit ist Ogre Battle 64 leider nicht geworden. Die Grafik ist tatsächlich ein Augenschmaus und auch der Soundtrack ist wirklich hervorragend gelugen. Doch nach dem appetitanregenden Tutorial macht sich beim eigentlichen Spiel leider schnell Ernüchterung breit: ihr könnt die einzelnen Mitglieder eurer Einheiten nicht direkt befehligen, sondern bei Kämpfen fast nur zusehen. Das bloße Rumschicken der Truppen auf der Landkarte selbst ist nicht sehr aufregend. Insgesamt ist das Spiel zwar recht gut, aber hier wäre viel mehr drin gewesen!