Nvidia GeForce RTX 3060: Leistungsanalyse der Grafikkarte mit 12GB Video-RAM

Special Antonio Funes
Nvidia GeForce RTX 3060: Leistungsanalyse der Grafikkarte mit 12GB Video-RAM
Quelle: Zotac

Nvidia hat eine neue RTX-Grafikkarte veröffentlicht - die GeForce RTX 3060 war zum Release am Donnerstag (25. Februar) für eine Preisempfehlung von 329 Euro für die Founders Edition angeboten worden. Obgleich sie aktuell vergriffen ist, haben wir eine Leistungsanalyse erstellt und werfen einen Blick auf die Technik sowie auch auf den Grafikkartenmarkt.

Nvidia GeForce RTX 3060

Aktuell eine für moderne Spiele auf hohen Details geeignete Grafikkarte zu finden, ohne mindestens 70 Prozent Aufpreis bezahlen zu müssen im Vergleich zu vor einem halben Jahr, hat ähnlich viel Aussicht auf Erfolg wie die Rettung des FC Schalke 04 vor dem Bundesliga-Abstieg. Ob es dann überhaupt eine Rolle abseits von Träumereien spielt, dass am Donnerstag die neue Nvidia GeForce RTX 3060 auf den Markt kam, ist daher fraglich. Denn das neue Modell von Nvidia ist bereits ausverkauft, es drohen horrende Preise dort, wo sie noch angeboten wird. Bei eBay haben wir bereits für weit über 700 Euro verkaufte Exemplare entdeckt, oder besser gesagt: Wir haben keine entdeckt, die bislang unter 700 Euro verkauft wurden.

Trotzdem schauen wir uns heute den neuen Boliden und seine Leistung genauer an, indem wir die Testberichte von Redaktionen, die das Glück hatten, ein Testmodell zu ergattern, analysieren und statistisch zusammenfassen. Vorher werfen wir aber noch einen Blick auf den Grafikkartenmarkt im Allgemeinen.

Exkurs zur Situation bei Grafikkarten

Wer sich nun fragt, was denn überhaupt los ist und wie dies alles kommt, der hat von der Grafikkarten-Misere der letzten Monate wohl nichts mitbekommen.

Vor zwei Wochen hatten wir dazu bereits ein ausführliches Special veröffentlicht und dabei auch versucht, Alternativen und Auswege aufzuzeigen. Zusammengefasst gesagt: Die ab September 2020 veröffentlichen neuen RTX-Grafikkarten von Nvidia würden für Gamer eigentlich eine tolle Leistung bieten, wenn deren Preisempfehlung der Preis wäre, für den man sie auch halbwegs zuverlässig im Handel bekommen könnte. Aber die GeForce RTX 3060 TI, 3070 und 3080 (die 3090 lassen wir außen vor, da sie sich eher an Profis wendet) waren direkt zu ihrem Release ausverkauft und sind seitdem nur für Wucherpreise zu haben. Den neuen AMD-Boliden RX 6800 und 6800 XT erging es genauso, und auch für die GeForce RTX 3060 ist dies zu befürchten.

MSI GeForce RTX 3060 Gaming 12G Quelle: MSI MSI GeForce RTX 3060 Gaming 12G Aber selbst wem eine schwächere Grafikkarte reicht: Auch ehemals günstigere Grafikkarten mit Preisen unter 400 oder auch unter 200 Euro erwischte es nach und nach, und sodass selbst für eine absolute Einsteiger-Grafikkarte wie die GeForce GTX 1650 nun mindestens 230 Euro fällig werden - im Oktober waren es noch 140 Euro. Die Nvidia GeForce GTX 1660 Super gibt es nicht unter 399 Euro - der Oktober-Preis: 200 Euro. AMD-Grafikkarten sind derzeit quasi überhaupt nicht lieferbar, eine RX 5600 XT, also wortwörtlich ein einziges Modell, wird aktuell lieferbar für über 900 Euro angeboten. Vor wenigen Monaten lag sie bei unter 300 Euro. Eine Alternative unter 200 Euro, die zumindest zur Überbrückung okay in Sachen Preis-Leistung ist, haben wir kürzlich getestet: die an sich schon uralte GeForce GTX 1050 Ti, die aber immer noch im Handel zu haben ist. Deren Preise bewegen sich aber auf 200 Euro zu, sodass der Aufpreis für eine GTX 1650 (ab 230 Euro) inzwischen sogar schon fast in Ordnung ist.

Doch nun kommen wir zur Nvidia GeForce GTX 3060 und deren Leistung - und wer weiß: Vielleicht haben Maßnahmen gegen Scalper, die normalen Kunden vor allem die Neuerscheinungen bei Grafikkarten mithilfe von Bots im großen Stil vor der Nase weggekauft hatten, ja eine Wirkung, sodass doch auf längere Sicht hinaus die Hoffnung auf eine RTX 3060 zu einem moderaten Preis besteht.

  1. Seite 1 GeForce RTX 3060: Einleitung, Situation auf dem Grafikkartenmarkt
  2. Seite 2 GeForce RTX 3060: Technische Daten
  3. Seite 3 GeForce RTX 3060: Leistung und ein Versuch der Einordnung
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