COOLE KÄMPFE
Quelle: Bild: N-ZONE
No More Heroes (Wii), Bild: N-ZONE, Release: 14. März 2008
Ihr schwingt euer Beam-Katana - im Verlauf der Story könnt ihr auch neue Modelle oder Tuning-Teile kaufen - übrigens per Tastendruck. Die Sensoren der Wii-FB werden jedoch für die Wahl der Kampfstellung genutzt. Je nachdem, ob ihr die Fernbedienung senkrecht oder waagerecht haltet, benutzt Travis unterschiedliche Moves. Außerdem kann der Charakter Wrestling-Griffe ansetzen, die er durch das fleißige Ansehen von Videos erhält. Da sage noch mal jemand, fernsehen würde nicht bilden! Zwar ist das Move-Repertoire begrenzt, doch die Kämpfe sind trotzdem unterhaltsam. Das liegt vor allem an den diversen Schauplätzen, den seltsamen Gegnern und den herrlich übertriebenen Grafikeffekten. Spezialmoves füllen den Bildschirm mit Lichteffekten, erledigte Gegner zerbersten in gewaltigen Farbexplosionen und gewonnenes Geld hagelt als Münzschwarm über den Bildschirm. Allzu viel Tiefgang solltet ihr jedoch nicht erwarten, wildes Knöpfchendrücken führt ebenso zum Ziel wie überlegtes Vorgehen. Letzteres ist jedoch weitaus befriedigender. Die Endgegnerkämpfe sind das Highlight des Spiels. Ob Sprengstoffexpertin mit Kunstbein, verrückter Magier oder fieser Superheld - die Bosse bestechen durch kurioses Design und herrlich schräge Zwischensequenzen.
STIL SIEGT ÜBER SUBSTANZ
Quelle: Bild: N-ZONE
No More Heroes (Wii), Bild: N-ZONE, Release: 14. März 2008
Schade, dass es zwischen diesen Highlights immer wieder Längen gibt. Zusammen mit den kleineren Macken dürfte das Spiel all jene abstoßen, die eine ernsthafte Alternative zu GTA erwartet haben. Wer das Spiel jedoch als Kunstwerk begreift und die übertriebene Präsentation mag, findet hier ein wirkliches Kleinod. Kein anderes Wii-Spiel ist so konsequent anders, was No More Heroes zu einem Segen für die Konsole macht, deren Line-up zunehmend von Multiplattform-Titeln, Filmumsetzungen und simplen Partyspielen dominiert wird. Es ist eine Ode an die Gamer und macht ebensolchen sicher Spaß. Den Hit-Stempel können wir jedoch nicht zücken - dafür sind die spielerischen Mängel zu gravierend. Wäre es ein "normales" Spiel, wäre die Wertung sicher noch deutlich schlechter. Doch hier siegt der Stil eindeutig über die Substanz. Respekt, "Suda51". Respekt!
