Bei Nintendogs + Cats erlebt ihr die schönen Seiten der Haustierhaltung - ohne zerfetzte Zeitungen und vollgehaarte Pullis! Doch lohnt sich der Kauf? Das erfahrt ihr in unserem Test zu Nintendogs + Cats für den Nintendo 3DS.
Nintendogs + Cats im Test für den Nintendo 3DS: Hunde stinken, pinkeln dauernd auf den Langflor-Teppich und kosten Geld. Diese Meinung vertritt so mancher Haustier-Hasser. Andere dagegen betrachten ihren Vierbeiner als besten Freund - und das nicht nur, weil er ihnen morgens die Zeitung aus dem Briefkasten holt. Diese positive Sicht auf Haustiere stellt auch Nintendogs + Cats, der Nachfolger der extrem erfolgreichen Simulation von 2005, heraus - und das beinahe in Perfektion. Wie gewohnt kümmert ihr euch darum, dass es eurem Kläffer in jeder Hinsicht gut geht. So ist die regelmäßige Pflege genauso wichtig wie ein stets proppenvoller Fressnapf.
Und damit auch Katzenfreunde auf ihre Kosten kommen, haben die Entwickler diesmal eine Fülle charmanter Kätzchen ins Spiel integriert. Beide Tierarten sind sehr gut modelliert und herzallerliebst in Szene gesetzt. Da verzeihen wir gern, dass gelegentlich andere Objekte (etwa Hundeleinen) unrealistisch in die Körper hineinragen. Solche Grafik-Bugs sind letztlich schwer zu vermeiden, wenn die Vierbeiner ständig in Bewegung sind. Inhaltlich ist Nintendogs + Cats dem Seriendebüt dabei frappierend ähnlich: So absolviert man erneut witzige Wettbewerbe oder geht mit seinen animalischen Freunden regelmäßig Gassi.
Wie geschaffen für den 3DS
Wem wird bei diesem Anblick nicht warm ums Herz? Na sowas: Jedem? Als hätten wir's gewusst!
Das Spiel eignet sich erstklassig dafür, seinen Freunden vorzuführen, was der 3DS auf dem Kasten hat. Wer beispielsweise eine Augmented-Reality-Karte, die zum Lieferumfang der Konsole gehört, zu Hause auf den Tisch legt, kann seinen Haustieren auf dem Bildschirm dabei zusehen, wie sie durch sein eigenes Wohnzimmer rennen - die 3DS-Kamera macht's möglich. Raffiniert! Und wer im wahren Leben mit zugeklappter Konsole (im Stand-by- Modus) spazieren geht und zufällig einen weiteren 3DS-Besitzer trifft, freut sich beim nächsten Einschalten über neue Herrchen in der Freundesliste. Manche Bekanntschaften überlassen euch sogar ein Geschenk. Nicht viel hat sich übrigens bei den Wettbewerben getan. Neben der Frisbee- Disziplin könnt ihr im Gehorsamkeits- Minispiel prüfen, ob euer Flohbeutel euren Befehlen folgt. Neue Wettbewerbe (etwa Fangspiele mit alternativen Wurfscheiben) sorgen immerhin für ein bisschen Innovation. Die Haustiersimulation kommt übrigens in drei Varianten auf den Markt (nämlich Französische Bulldogge, Golden Retriever und Zwergpudel). Alle sind spielerisch und qualitativ gleichwertig, unterscheiden sich aber hinsichtlich der verfügbaren Hunde- und Katzenrassen. Im Zweifel entscheidet also die drolliger aussehende Verpackung.