Next-Generation-Sport, wie er schicker und authentischer kaum sein könnte!
Wenn Shaquille O'Neal den Ball abschirmt und sich vor dem Korb aufbaut, ist der Treffer nicht mehr fern.
NBA 2K6 war das grafisch beeindruckendste Next-Generation-Sportspiel, das zum Launch der Xbox 360 erschien. Zudem überzeugte der Titel auch in spielerischer Hinsicht. Basketball-Fans hegen daher in diesem Jahr natürlich erneut große Hoffnungen in die Neuauflage NBA 2K7.
Wie beim EA-Pendant NBA Live 07 hat sich aber auch beim Rivalen der 2K-Sports-Serie im Vergleich zur Vorjahresversion nicht viel getan. Einsteiger kommen sofort mit der Steuerung zurecht, diese bietet aber auch genug raffinierte Möglichkeiten. Gefühlvolle Korbleger sind beispielsweise erneut mit dem rechten Ministick möglich. Die Matches selbst laufen weitaus flüssiger ab als bei der EA-Konkurrenz. Dazu trägt auch maßgeblich die bessere Mit- und Gegenspieler-KI bei, die sich ganz einfach authentischer verhält.
In puncto Langzeitmotivation hat ebenfalls eindeutig NBA 2K7 die Nase vorn. Neben einem Manager-, einem Saison- und einem Turnier-Modus sorgen spaßige Streetball-Duelle für Abwechslung. Im weiterentwickelten 24/7-NEXT-Modus haben Sie abermals sogar die Möglichkeit, einen Streetballer zum Besten seines Fachs aufsteigen zu lassen. Auch die Xbox-Live-Anbindung lässt kaum Wünsche offen, denn Sie dürfen über die einfach strukturierte Benutzeroberfläche sogar Ligen und Turniere anlegen.
Schwer beeindruckt sind wir abermals von der Spieltiefe, welche die Entwickler ihrem Werk spendiert haben. Eine wahre Flut an Einstellungsoptionen ermöglicht es Ihnen, die Matches auf Ihre Bedürfnisse und Vorlieben in puncto Regelwerk und Spieltempo abzustimmen. Sogar sensationelle 35Kameraperspektiven stehen zur Auswahl, darunter sogar eine "Billige Plätze"-Ansicht, die das Geschehen so darstellt, wie es Zuschauer sehen, die auf den gleichnamigen Sitzen Platz genommen haben.
Den Kürzeren im Vergleich zu NBA Live 07 zieht NBA 2K7 nur bei der Präsentation der Randereignisse. Auf stimmungsvolle Vorstellungen der einzelnen Spieler müssen Sie verzichten, dennoch ist die Inszenierung der Matches gelungen und erinnert an eine Live-Übertragung im TV.
Schlichtweg begnadet ist einmal mehr die Grafik. Vor allem die Bewegungen der Basketballer hätten kaum lebensechter ausfallen können. Wie schon beim Vorgänger sorgt dasFluid-Motion-System sogar wieder für animierte Trikots und Shorts. Selbst die Maskottchen und Cheerleader in den Viertelpausen bewegen sich realistisch.
Auf die Ohren gibt es zahlreiche coole Hip-Hop-Tracks, bei der Songauswahl hat allerdings ebenfalls das EA-Produkt die Nase vorn. Dafür hört sich die Soundkulisse in den Arenen aber genauso beeindruckend an wie in NBA Live 07.
