Solche fiesen Ungetüme hält man sich mit einer dicken Armbrust vom Hals.
Bereits in der letzten Ausgabe haben wir Ihnen in einem Vorschaubericht Capcoms große Online-Hoffnung Monster Hunter vorgestellt. Inzwischen konnten wir auch endlich ein paar Dinos online erlegen. Und wie erwartet macht das sehr viel mehr Spaß als der etwas trockene Offline-Modus. Prinzipiell laufen beide Spielmodi aber gleich ab: Zu Beginn erstellen Sie sich einen Charakter, dem Sie mithilfe zahlreicher verschiedener Gesichts- und Frisurentypen ein individuelles Aussehen verpassen können. Dann verdienen Sie sich mit ersten einfachen Quests, in denen Sie Heilkräuter sammeln oder wenig aggressive Dinos erlegen, Ihr erstes Geld. Dieses stecken Sie in bessere Ausrüstung. Alternativ können Sie sich für weitaus weniger Geld auch selbst Waffen und Rüstungen herstellen. Dann müssen Sie aber auch die benötigten Rohstoffe wie Tierhäute oder -knochen zusammensuchen. All das sollten Sie zunächst aber - auch wenn das nicht ganz so viel Spaß macht - offline ausprobieren.
Die ersten Online-Schritte
Gekämpft wird in Monster Hunter über den rechten Analogstick, der, je nachdem, welche Art von Waffe Sie tragen (es gibt drei verschiedene Schwertarten, Hämmer, Lanzen und Armbrüste) und in welche Richtung Sie den Stick neigen, unterschiedliche Attacken auslöst. Zielen will allerdings gelernt sein, denn es gibt keine Lock-on-Funktion, die das Attackieren von besonders flinken Monstern erleichtern würde. Die Kamera können Sie darüber hinaus nur über das Digikreuz steuern oder mit einem Druck auf die L1-Taste hinter dem Charakter zentrieren. In Verbindung mit den teils recht hektischen Kämpfen gewährleistet das leider nicht immer die nötige Übersicht. Daher muss man sich erst einmal etwas an das Kampfsystem gewöhnen, bevor man online mitmischt. Auch hier gibt es dann Aufgaben unterschiedlicher Schwierigkeitsstufen. Um an anspruchsvolleren Missionen teilzunehmen, müssen Sie aber erst einmal ein paar Jägerstufen aufsteigen. Für eine erfolgreich bestandene Quest erhalten Sie Erfahrungspunkte, die allerdings nur Ihren Rang kennzeichnen. Den Charakter selbst können Sie lediglich, wie beschrieben, mit besserer Ausrüstung versehen. Das funktioniert in der Praxis sehr gut, da es keine übermächtigen Charaktere gibt und die Spielergruppen so sehr ausgeglichen sind. Außerdem kommt man in einer Gruppe auch mit dem Kampfsystem besser zurecht, da ein fehlgeleiteter Schlag nicht die gleichen Konsequenzen hat, wie wenn man alleine spielt.
Muss i denn ins Städele hinaus?
Die Online-Anbindung von Monster Hunter ist sehr gut. Selbst wenn man mit einer Gruppe unterwegs ist, sind Lags eine Seltenheit. Das liegt auch daran, dass die Spielwelt in einzelne Regionen und Städte unterteilt ist, in denen sich nie zu viele Spieler gleichzeitig befinden können. Leider können Sie sich sowohl in der Lobby als auch im Spiel selbst lediglich über eine USB-Tastatur unterhalten. Das ist besonders dann umständlich, wenn Sie sich mitten in einem Kampf befinden. Eine schnelle Verständigung ist dann schwer möglich, da Sie schlecht gleichzeitig tippen und agieren können. Insofern wirkt Monster Hunter ein wenig angestaubt. Ansonsten gibt es in technischer Hinsicht aber wenig zu mäkeln. Spielfiguren wie Monster sind gut animiert und die meisten Umgebungen sehen recht hübsch aus, auch wenn manche Texturen etwas grob aufgelöst sind.
