Mit den Analogsticks drehen Sie beispielsweise Objekte vor dem Hintergrund.
Als "das ultimative Livestyle-Accessoire des Sommers" preist Ubi Softs Produktbeschreibung sein lizenziertes Anwendungsprodukt für die PS2 an und nimmt dem Käufer knapp 60 DM dafür ab. Glücklicherweise verschafft einem bereits der erste Blick auf die Packungsrückseite eine recht gute Vorstellung davon, was man für sein Geld bekommt: "Dynamisch generierte Visuals" zu "über 5 Stunden der aktuellsten Dance Hymnen", mit insgesamt knapp 2.000 einblendbaren Grafikelementen und der Möglichkeit, per Tastatur Texte auf den Bildschirm zu schreiben. Das laut Ubi Soft "innovative Gameplay" sieht nun folgendermaßen aus: Sie machen die Konsole an, legen die Scheibe ein und nach satten 75 Sekunden Ladezeit werden sie mit einem elektronischen Klangteppich berieselt, begleitet von hypnotisch pulsierenden Fantasieformen und zusammenhanglosen Videoschnipseln. Wenn Sie jetzt die Knöpfe und Sticks auf ihrem Kontroller betätigen, wechseln die durcheinander fließenden Grafikbausteine die Farbe, flackern, verändern ihre Bewegung oder es tauchen "Effekte" wie Blasen oder Schmetterlinge auf. Falls Sie sich zu diesem genialen Konzept nun etwas mehr "Spieltiefe" wünschen und nach Ihren ersten künstlerischen Experimenten noch klar genug sehen können, um die Start-Taste auf Ihrem Pad zu finden, dürfen Sie diese jetzt drücken. Nun gelangen Sie in ein kleines Menüsystem, in dem Sie sich die spannenden DJ-Karrieren von Tall Paul, Paul Dakeyne, Ferry Corsten, Krafty Kuts und Paul Jackson durchlesen oder einen ihrer jeweils 12 Tracks plus diverse Mixes anwählen können. Dazu lassen sich nun verschiedene Sternchen, Spiralen, Fotos etc. in die "Playlist" laden, aus der Sie die entsprechenden Elemente wiederum in den rhythmisch vor sich hinflimmernden Video-Matsch einfügen dürfen. Mega-Extra-Feature: Man kann zwischen mehreren Tracks hin und her springen. Dafür existiert keine Möglichkeit, besonders augenkrebsverdächtige Eigenkreationen für die Nachwelt abzuspeichern. Welch ein Segen.
Bildergalerie: Moderngroove: Ministry of Sound Edition
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