Mercury Meltdown

Test Sebastian Stange

Hier brauchen Sie ein gaaaaanz ruhiges Händchen.

Hier muss man zwölf Minitropfen gleichzeitig steuern! 
BILD: PLAYZONE Hier muss man zwölf Minitropfen gleichzeitig steuern! BILD: PLAYZONE Warum sind es immer die gefährlichen Dinge, mit denen das Spielen so viel Spaß macht? Das Metall Quecksilber ist zum Beispiel äußerst giftig, aber dennoch wahnsinnig faszinierend, da es unter Raumtemperatur flüssig ist. Gut, dass es da Archer McLean's Mercury für die PSP gibt, wo man eine Quecksilberkugel möglichst geschickt - und ohne Gesundheitsschäden - durch trickreiche Levels lotsen kann. Nach etwas über einem Jahr erscheint nun der Nachfolger und bringt jede Menge Neuerungen mit.

Neue Grafik, mehr Levels

In Sachen Gameplay geht es weiterhin darum, einen großen Quecksilbertropfen durch Neigen der Umgebung in das Ziel der Levels zu lotsen. Grafisch präsentiert sich das Flüssigmetall allerdings nun in einem comicartigen Cel-Shading-Look. Doch auch mit der neuen Optik ist der wabbelige Tropfen herrlich flüssig animiert und verhält sich so, wie man es erwartet.

So ist es wieder möglich, ihn an spitzen Kanten in mehrere Teile zu trennen. Das ist auch nötig, denn manchmal müssen mehrere Schalter gleichzeitig gedrückt werden. Spätestens, wenn dann alle Teile verschieden gefärbt werden müssen oder Farbmischungen benötigt werden, offenbart das Spiel seine Komplexität. Mercury Meltdown bietet eine unglaubliche Vielfalt an Aufgaben und strotzt nur so von skurrilen Ideen.

Sowohl Logik als auch ein ruhiges Händchen sind vonnöten, um sich durch die über 160 Levels zu kämpfen. Langeweile oder Routine kommen durch die vielen neuen Elemente in den Levels nicht auf. Beispielsweise kann man die Metallblase erhitzen, was sie schneller fließen und leichter zerteilen lässt, oder abkühlen, was das Gegenteil zur Folge hat. Außerdem kann man seinen Tropfen zur Kugel erstarren lassen und sie fortan rollen lassen, was den Weg über löchrige Böden ebnet.

Frust- und Suchtgefahr

Hier muss man zwölf Minitropfen gleichzeitig steuern! 
BILD: PLAYZONE Hier muss man zwölf Minitropfen gleichzeitig steuern! BILD: PLAYZONE Diese Vielfalt an Elementen in den einzelnen Levels ist es, die den Spieler zuweilen überfordern kann. Nicht immer wird sofort klar, wie der richtige Lösungsweg aussieht, und nach dem zehnten Absturz an einer kniffligen Stelle wächst der Frust enorm. Immerhin gibt es kein Zeitlimit - nur eine Zielzeit für Bonuspunkte - und die Möglichkeit, einige Levels ganz einfach zu ignorieren.

Ebenso kann man jederzeit seine Leistung verbessern und wahre Meister sammeln alle Bonusobjekte, bringen 100 Prozent der Metallmasse ins Ziel und halten dabei auch noch das Zeitlimit ein. Den Mehrspielermodus konnten wir in Ermangelung einer zweiten Version leider nicht testen. Knobelfreunde und Fans des Vorgängers dürften jedenfalls vom Umfang des Titels begeistert sein. Neulinge sollten gut abwägen, ob sie die Nerven für Mercury Meltdown haben.

Bildergalerie: Mercury Meltdown
Bild 1-3
Klicken Sie auf ein Bild, um die Bilderstrecke zu starten! (3 Bilder)

Wertung zu Mercury Meltdown (PSP)

Wertung:

81 /10
Pro & Contra
Riesiger UmfangEnorme SuchtgefahrTolle Glibber-Physik
Viele Frustmomente
Fazit

Die knifflige Knobelei mit dem Tropfen Flüssigmetall glänzt mit Riesenumfang und enormem Suchtpotenzial.

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