Ab und an müssen Sie auch durch radioaktiv verstrahltes Gebiet.
Effektrausch mit Macken
Taucht man erst einmal in Mercenaries ein, nimmt einen schnell die lebendige Spielwelt gefangen: Zivile Fahrzeuge, die durch die Gegend juckeln, Helikopter, die Nachschub liefern oder Soldaten, die Patrouille fahren: An fast jeder Ecke der Spielwelt herrscht rege Betriebsamkeit, in die der Spieler eingreifen kann - oder es eben lässt. Durch die Havok-Physik-Engine gibt Entwickler Pandemic den zahlreichen Explosionen eine ganz eigene Dynamik: Zum einen lässt sich dadurch recht zuverlässig sagen, wie sich C4-Sprengstoff auf einen Kran auswirken wird, wenn Sie ihn an einer bestimmten Stelle anbringen. Zum anderen sieht keine der grafisch eindrucksvollen Detonationen gleich aus, was schnell dazu verführt, aus Spaß diverse Dinge in die Luft zu sprengen. Rauchschwaden vernebeln dann für kurze Zeit die Sicht und Trümmer fliegen umher, während man selber darauf bedacht ist, nicht im eigenen Luftangriff unterzugehen. Mercenaries hat aber nicht nur schöne Seiten: Die Sichtweite ist nicht die größte und regelmäßige Popups fallen gerade bei größeren Gebäuden negativ auf. Auch könnte die Grafik der PlayStation-2-Fassung generell etwas flüssiger sein. Außerdem agiert die künstliche Intelligenz ab und zu sehr kurios: So beobachteten wir wiederholt, dass zivile Fahrzeuge ohne jeden Grund ineinander fuhren oder ohne Rücksicht auf eigene Einheiten das Feuer eröffneten. Diese Negativpunkte fallen jedoch nicht so sehr ins Gewicht, dass Mercenaries den Hitstempel nicht verdient hätte.
