Mass Effect Legendary Edition: Eine Reise voller einprägsamer Momente - Kolumne
Kolumne
Mass Effect steckt voller einprägsamer Momente, die wir demnächst mit der Legendary Edition neu erleben können. In einer Kolumne erinnert sich Redakteur Matthias Dammes, was die Trilogie für ihn ausgezeichnet hat und welche Ereignisse ihm ganz besonders in Erinnerung geblieben sind.
Nur noch eine Woche bis zum Release der Mass Effect: Legendary Edition und freue mich wie ein Honigkuchenpferd endlich mal wieder in dieses Universum abzutauchen. Und das, obwohl ich die drei Spiele der Mass-Effect-Serie locker schon ein halbes Dutzend Mal oder mehr durchgespielt habe. Viele der Szenen kenne ich noch heute auswendig. Wo viele Spieler schon nach einmaligem Durchspielen das Interesse verlieren, weil sie ja schon alles kennen, wird mir bei Mass Effect irgendwie trotzdem nie langweilig. Es gibt nur wenige andere Videospiel-Marken, wie zum Beispiel Dragon Age, die ähnliches bei mir schaffen. Aber woran liegt es, dass die Abenteuer von Commander Shepard immer und immer wieder begeistern? Für mich sind es ganz klar die unzähligen spannenden, emotionalen und einprägsamen Momente, die einen Großteil des Erlebnis ausmachen und auch nach Jahren einfach nichts von ihrer Faszination verlieren. (Vorsicht, der Text enthält diverse Spoiler für alle drei Teile)
Quelle: PC Games
Mass Effect Kolumne
Aufbruch in ein neues Universum
Hilfreich war dabei sicherlich auch, dass sich Mass Effect für mich direkt vom Start weg abgeholt und in meine Erinnerung eingeprägt hat. Schon das Intro mit dem berühmten Titel-Theme von Jack Wall, als Anderson und Udina im Hintergrund über Shepard sprechen und wir den Helden dann durch die Normandy in Richtung Brücke schreiten sehen, hat damals einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Mir war sofort klar, ich begebe mich hier auf
Quelle: PC Games
Mass Effect Kolumne
eine ganz besondere Reise. So zogen sich dann auch die denkwürdigen Momente durchs Spiel. Als die Normandy durch einen Nebel fliegt und unter uns erstmals die majestätische Citadel auftaucht, als Shepard vor dem Rat und dem erstaunten Raunen der Zuschauer zum Spectre ernannt wird und wir nach und nach unsere Crew mit spannenden Alien-Charakteren auffüllen.
Später kommt es auf Virmire für mich zu einem einschneidenden Moment der Trilogie, als wir erstmals mit Sovereign sprechen. Wenn der Reaper mit seiner unfassbar tiefen Stimme von der Unendlichkeit seiner Spezies spricht, uns klarmacht, wie unbedeutend wir im galaktischen Maßstab doch eigentlich sind und er unmissverständlich zu verstehen gibt, dass unser Untergang keine Frage des "ob", sondern nur des "wann" ist, dann rutscht einem schon das Herz in die Hose. Erstmals wird hier so richtig klar, mit welcher übermächtigen Bedrohung die Völker der Milchstraße es zu tun haben. Um so besser dann in der Folge das Gefühl, wenn es uns in der Schlacht um die Citadel tatsächlich gelingt diesen übermächtigen Gegner zu bezwingen.
Zeit gewinnen, mit allen Mitteln
Auch wenn diese Bedrohung im zweiten Teil zumindest teilweise etwas in den Hintergrund gerät, hat das Spiel durch die eher persönlichere Geschichte seine emotionalen Momente. Als mir Ashley plötzlich nicht mehr über den Weg traut, weil ich mit Cerberus zusammenarbeite ist das zwar
Quelle: Electronic Arts
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verständlich, aber irgendwo doch auch erschütternd. Das Wiedersehen mit Garrus ist fantastisch inszeniert und wenn Mordin plötzlich seine ganz eigene Version von Gilbert und Sullivan aufführt, bleibt kein Auge trocken. Mit zu den epischsten Momenten der gesamten Trilogie zählt dann natürlich die Finalmission durch das Omega-4-Portal. Das ganze Spiel über wurde einem eingeredet, dass es sich um ein Selbstmordkommando handelt. Entsprechend steht man unter Anspannung ja nichts falsch zu machen und hoffentlich nichts vergessen zu haben. Denn man will ja keinen seiner lieb gewonnenen Gefährten verlieren.
Ich habe schon häufiger zum Ausdruck gebracht, dass mir ME2 wegen des starken Fokus auf Rekrutierungs- und Loyalitätsmissionen nicht ganz so stark zusagt, wie die beiden anderen Teile. Etwas herausreißen können das aber noch die DLCs. Gerade Liaras persönlicher Werdegang in Lair of the Shadowbroker und die moralisch schwerwiegende Mission in Arrival, wo es erneut zu einer eindringlichen verbalen Konfrontation mit den Reapern kommt, blieben mir positiv in Erinnerung.
Quelle: PC Games
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An End, Once and for all
Nicht gespart wird mit erinnerungswürdigen Momenten natürlich auch nicht im dritten Teil. Besonders, weil hier viele Handlungsstränge der Vorgänger zu einem Ende geführt werden und die eigenen Entscheidungen maßgeblich für den Ausgang sind. So geht es nicht immer ohne Herzschmerz, wenn gewissen Probleme zu einem guten Ende geführt werden wollen. Nehmen wir nur die Genophage und das vermeintliche Opfer von Mordin, wenn man sich entscheidet die Kroganer zu heilen. Oder der Konflikt Geth vs. Quarianer. Je nach Entscheidungen ist die Gefahr für erhöhten Druck auf die Tränendrüse deutlich erhöht.
Aber auch die "Epicness" kommt erneut nicht zu kurz. Die Ankunft der vereinten Flotten der Galaxis im Sonnensystem und der Beginn der Schlacht mit den Reapern ist für mich immer noch einer der geilsten Sci-Fi-Momente überhaupt, egal in welchem Medium. Ich könnte hier noch eine ganze Reihe weitere Momente aufzählen. Das letzte Gespräch mit Admiral Anderson, der großartige Citadel-DLC, der traurige Abschied von Thane und so weiter und so fort. Ich denke ich habe deutlich gemacht, wie Mass Effect mit seinen zahlreichen einprägsamen Momenten bleibende Spuren hinterlassen hat und für mich immer zu den liebsten Spieleuniversen zählen wird.
Wie sieht es bei euch aus? Welche Momente sind euch besonders in Erinnerung geblieben, haben euch emotional berührt und für immer ins Gedächtnis eingebrannt? Diskutiert mit uns im Kommentarbereich unter diesem Artikel. Wir freuen uns auf eure Meinungen.
