SCHÖÖÖN DURCHATMEN!
Diese finden wir beim Skeetschießen, oder auf gut deutsch: dem klassischen Tontaubenballern. Wer die Variante aus Wii Play kennt, bekommt bei Mario & Sonic noch einen obendrauf: Hier bringt ihr vor dem Schuss zunächst eine aufblinkende Herzfrequenz zum Stoppen. Wer's im richtigen Moment schafft (oder eben nicht), dessen Fadenkreuz verkleinert oder vergrößert sich entsprechend. Somit ändert sich eure Treffwahrscheinlichkeit im positiven oder negativen Sinn. Außerdem kommt dadurch eine zusätzliche Prise Geschicklichkeit ins Spiel. Auch sonst gibt's beim Skeetschießen nichts zu meckern: Der Pointer bewegt sich flink über den Bildschirm (deutlich schneller als bei Resident Evil: The Umbrella Chronicles) und die Objekte werden präzise erkannt. Ein noch glücklicheres Händchen ist nur beim Bogenschießen gefragt, aber Details verraten wir euch dazu im Extrakasten.
BATTLE FÜR OLYMPIA
Wer die Battle-Arenen in der Mario Kart-Serie mag, sollte unbedingt in die Traumdisziplinen von Mario & Sonic reinspielen: Dort sprintet ihr mit Fuchtelbewegungen über einen Laufpfad, springt mit B über Matschlöcher und weicht Gegnern aus. Klingt langweilig? Nö, denn erstens ist dieser Spielmodus mit vier Spielern eine wahre Spaßgranate, zweitens sammelt ihr in bester Mario Kart-Tradition Fragezeichen-Boxen ein, in denen sich rote Koopa-Panzer, Bananenschalen, Power-Sterne und weitere bekannte Extras befinden. Doch allzu viele Spielrunden am Stück sind nicht drin - dafür ist dieser Modus einfach zu anstrengend. Wir sind halt Weicheier! In einer weiteren Traumdisziplin saust ihr aus 10.000 Metern Höhe nach unten herab, pickt im freien Falle Ringe auf und setzt euch mit den eingangs erwähnten Items zur Wehr. Wer als Erstes unten landet, gewinnt. Und zwar einen Fallschirm. HAHA!
DAS EINZIG WAHRE TISCHTENNIS
Sehr gut spielt sich auch das Tischtennis: Hier haltet ihr die Wii-Fernbedienung wie einen echten Schläger und pfeffert im richtigen Moment drauf los - wahlweise auch mit Turboschlag. Auch ein Anschneiden ist möglich, aber solche Tricks entwickeln sich erst mit fortschreitender Spielzeit. Allerdings ist bei dieser wahrlich traumhaften (Traum-)Disziplin erst ein gewisser Lerneffekt nötig. Anfänger werden kaum über zwei Ballwechsel hinauskommen, da das Schlag-Timing recht penibel ist. Realistischer und gehaltvoller als das Wii Play-Tischtennis ist die Sportart mit Mario und Sonic allemal umgesetzt.
MINISPIELE? JA, WIRKLICH MINI!
Klare Sache, Minispiele dürfen bei einem anständigen Wii-Spiel nicht fehlen. Deshalb hat Sega fünf Mikrogames im Museum untergebracht - für jeden neuen Highscore werden Fragen zu den Olympischen Spielen beantwortet. Allerdings ist die Auswahl primär für Einsteiger geeignet. Für Profis sind die "Zähl die Koopas"-, "Hau den Gumba"- und "Deck die richtige Karte auf"-Spielchen viel zu seicht. Aber wir vermuten, dass Sega damit in erster Linie die Casual Gamer bedienen möchte - und vor diesem Hintergrund geht der Museums-Modus schwer in Ordnung.
Wii SPORTS IN SCHÖN
Optional könnt ihr in allen 20 Disziplinen eure Mii-Köpfe einpflanzen. Damit ist Mario & Sonic viermal so umfangreich wie Wii Sports, was die Anzahl unterschiedlicher Wettbewerbe betrifft - und es sieht deutlich hübscher aus. Die Partikeleffekte beweisen, dass mit viel Liebe zum Detail gearbeitet wurde, im Stadion ist richtig Leben drin und die Charakter-Animationen reißen's ebenfalls. Nur das Publikum ist schwach inszeniert: Erinnerungen an die Bewegungen von 2D-SNES-Prüglern sind jedenfallls kein schmeichelhaftes Kompliment.
Sega hat bei seiner Olympia-Orgie ein sauber programmiertes, abwechslungsreiches und flüssig spielbares Gesamtpaket abgeliefert, das perfekt auf die Wii zugeschnitten ist. Klar liegt der Fokus auf fettem Multiplayer-Spaß, aber auch Solospieler haben dank zahlreicher Medaillen, Freischalt-"Zwang" und Kräftemessen via Ranglisten-Upload viel zu tun. In diesem Sinn: Packen wir's an!
